Presseinformation der Diakonie im Oldenburger Land
Ausstellung macht Förderschul-Kinder stark 

Gemeinsam lernen Kinder und Jugendliche im Padagogisch-Therapeutischen Zentrum am Borchersweg ihren Gefühlen zu trauen.
Ausstellung beugt Missbrauch vor - Noch Termine im Padagogisch-Therapeutischen Zentrum am Borchersweg frei

Oldenburg, 02.03.2012 - Mit der Wanderausstellung "Echt stark!" präsentiert das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg vom 05. bis 16. März Mut-mach-Stationen, Schaubilder und Erlebnisräume, in denen Jugendliche lernen, Nein zu sagen. Sensibel und altersgrecht werden Tabuthemen wie sexualisierte Gewalt und Missbrauch angesprochen: Gefühle, so lernen die Ausstellungsbesucher, sind ein sicherer Schutz. Bei unguten Gefühlen hat jeder das Recht, Nein zu sagen. Eltern, Lehrer und andere Personen sollten Hinweise Ernst nehmen, appelliert Dr. Michael Herschelmann. Denn seit einer Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Uni Bielefeld sei bekannt, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen ein dreifach höheres Risiko auf Missbrauch haben.
  

Gute und schlechte Berührungen unterscheiden lernen. Eine Ausstellung des Kinderschutz-Zentrum Oldenburg zeigt wie es geht.
Soweit soll es gar nicht kommen, finden Susanne Jungkunz (Leitung der Diakonie-Tagesstätte) und Stefan Völkel (Schulleiter) vom Pädagogisch-Therapeutischen Zentrum am Borchersweg. Sie freuen sich, dass die Johanniter-Hilfsgemeinschaft und die NiChorLai Singers die Ausstellung ermöglicht haben.
Das Kinderschutz-Zentrum verbindet die Ausstellung mit Fortbildung für die Lehrkräfte und Elternabenden erläutert Dr. Michael Herschelmann das Konzept. Die Kinder und Jugendlichen eignen sich die Themen und Inhalte selbständig an, wenn sie zum Beispiel feststellen, dass der Sorgenmantel wirklich schwer zu tragen ist.
  

Gute und schlechte Geheimnisse unterscheidet die Ausstellung mit Symbolbildern und Hörtexten.
An andrer Stelle können die Besucher ausprobieren, ob Sie laut genug Nein sagen können. Hörbeispiele aus dem Alltag liefern den Jugendlichen Hinweise, wie eigene Gefühle und Sexualität bewertet werden können.
Zur Zeit findet Prävention in Schulen wie am Borchersweg noch eher zufällig statt, bedauert Herschelmann. Er hofft, dass Prävention zum festen Bestandteil des Lehrplanes wird, zumal er viel Material für Lehrer anbieten kann. Das entlastet Lehrer, ist sich Herschelmann sicher. Denn die Schüler lernen, Konflikte selbst zu lösen. Und wo dass nicht klappt, holen sie sich Hilfe. So eröffnet die Ausstellung Handlungsmöglichkeiten statt zu verunsichern. Termine zum Ausstellungsbesuch können mit dem Kinderschutz-Zentrum abgesprochen werden unter 0441 / 17788.
  
 

Birgit Schulz von den NiChorLai Singers (v.l.) überreicht mit Kilian v. Berlichingen und Dr. Ivo Joswig von der Johanniter-Hilfsgemeinschaft den Scheck zur Finanzierung der Ausstellung an Dr. Michael Herschelmann vom Kinderschutz-Zentrum, Susanne Jungkunz, Leiterin der Tagesstätte Borchersweg und an Stefan Völkel Leiter der Schule des Padagogisch-Therapeutischen Zentrums am Borchersweg.