Kinderzentrum Oldenburg
Sozialpädiatrie 

Geschichte

Die Ursprünge der Sozialpädiatrie liegen in der Säuglings- und Kleinkinderfürsorge als Antwort auf die hohe Säuglingssterblichkeit bis in die ersten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts.

»Jeder Kinderarzt, der seine Aufgabe voll erfasst, muss gleichzeitig Sozialarzt sein.« (Engel und Behrendt, Handbuch der Sozialen Hygiene, 1927).

Der Begriff „Sozialpädiatrie“ wurde in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. 1966 wurde die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie als Nachfolgerin der Deutschen Vereinigung für Säuglingsschutz (ab 1909) bzw. der Deutschen Vereinigung für die Gesundheitsfürsorge des Kindesalters (ab 1953) gegründet.  
  
Aufgabe und Ziel 

Aufgabe:

Berücksichtigung der äußeren Lebensumstände und der psychosozialen Bedingungen bei der Prävention und Behandlung von Krankheiten beim einzelnen Kind.

Ziel:

die Bereitstellung möglichst günstiger Entwicklungsbedingungen für Kinder.
  
Sozialpädiatrische Zentren 

Aus Aufgabe und Ziel ergibt sich der interdisziplinäre Ansatz der Sozialpädiatrie.

Sozialpädiatrische Zentren sind in § 119 des Sozialgesetzbuchs V als besondere Einrichtungen ambulanter Krankenbehandlung aufgeführt.

Ihre Aufgabe ist die Untersuchung und Behandlung von Kindern mit Entwicklungsstörungen, drohenden oder manifesten Behinderungen sowie sonstigen chronischen Krankheiten mit Auswirkungen auf die psychische und somatische Entwicklung. Neben Kindern mit Entwicklungsstörungen bedingt durch körperliche Ursachen werden auch Kinder mit hauptsächlich psychosozial bedingten Störungen, also z. B. Störungen der Emotionalität und des Sozialverhaltens und Folgen von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch behandelt.

Sozialpädiatrische Zentren stehen unter ständiger ärztlicher Leitung, alle darin erbrachten diagnostischen und therapeutischen Leistungen werden nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Verantwortung erbracht. Die Integration medizinischer, psychologischer und pädagogischer Inhalte ist ein wesentliches Merkmal sozialpädiatrischer Zentren. Das Arbeitskonzept ist „familienzentriert“, d.h. Interventionen zur Stabilisierung der emotionalen Situation der Familie, in der ein entwicklungsgestörtes oder behindertes Kind aufwächst, stehen in Bedeutung und Umfang gleichrangig neben den unmittelbar dem betroffenen Kind zugedachten Behandlungsmaßnahmen.
  
Adresse 

Kinderzentrum Oldenburg
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)

Leitung:
Dr. med. Michael Wagner


Cloppenburgerstr. 361
26133 Oldenburg

Tel.: 0441 - 96 96 7-0
Fax: 0441 - 96 96 7-50

kinderzentrum@diakonie-ol.de
    
Sie erreichen das SPZ: 

Montag - Donnerstag
von 8:00 - 16:30 Uhr
Freitag
von 8:00 - 14:00 Uhr

Tel.: 0441 - 96 96 7-0
Fax: 0441 - 96 96 7-50