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Die Leiterin der Ev. Seniorenhilfe Delmenhorst, Monika Zabel wirbt zusammen mit der pflegenden Angehörigen Katharina Baehr für die Schulung zum ehrenamtlichen Betreuer von demenzkranken Menschen.
Die Leiterin der Ev. Seniorenhilfe Delmenhorst, Monika Zabel wirbt zusammen mit der pflegenden Angehörigen Katharina Baehr für die Schulung zum ehrenamtlichen Betreuer von demenzkranken Menschen.

Atempause

Ev. Seniorenhilfe bildet ehrenamtliche Betreuer für Demenzkranke aus

Delmenhorst, 02.02.2011 - Die Evang. Seniorenhilfe Delmenhorst bildet jetzt schon zum vierten Mal ehrenamtliche Mitarbeitende zur Betreuung von Demenzkranken Menschen aus. An zwei Wochenenden im März und April sowie drei Einzelterminen geht es ums Kranheitsbild Demenz und die verschiedenen Möglichkeiten in der Begleitung damit um zu gehen. Eine große Rolle spielt die Frage, wie und worüber mit dem dementen Menschen gesprochen werden kann. Zabel hofft, Nachbarschaftshilfe, die an vielen Stellen bereits vorhanden sei, durch die Schulung der Betreuer zu professionalisieren. Die Schulung sei Voraussetzung für eine Anerkennung der Hilfe durch die Pflegekassen. Die fördern die Atempause für pflegende Angehörige oft auch schon, wenn noch keine Einstufung in eine Pflegestufe vorliege. Der Zuschuss für die Atempause verfällt, wenn man ihn nicht in Anspruch nimmt. Deswegen macht Zabel Angehörigen Mut, sich eine Atempause zu gönnen: Für ein Hobby, für den Konzertbesuch, für einen gemütlichen Einkaufsbummel oder ungestörte Besuche bei Freunden. Das Zusammenleben mit Dementen ist anstrengend und belastend, weiß Katharina Baehr aus eigener Erfahrung: Man habe ständig das Gefühl, ein Tag dauere viel länger als 24 Stunden. Sich mal für zwei, drei Stunden von einem Ehrenamtlichen Helfer der Seniorenhilfe ablösen zu lassen, gibt Luft zum Durchatmen und Entspannen, fügt Baehr hinzu. Sie findet es unglaublich spannend mit Menschen zu tun zu haben, die in einer ganz anderen Lebensfom leben, nämlich der Lebensform Demenz. Teilnahmegebühr 60 Euro. Info unter 04221-96 30 30.

Ähnliche niedrigschwellige Betreuungsangebote vermitteln Diakonie-Sozialstationen auch in Hude, Stedingen, im Ammerland und Oldenburg.
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