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BfdW-Eröffnung

"Brot für die Welt" startet 50. Aktion in Berlin und Kirchengemeinden -
Im Oldenburger Land stehen drei Projekte für die Arbeit der Ev. Hilfsaktion


Oldenburg/Berlin, 28. November 2008
- "Brot für die Welt" startet am 1. Advent die 50. Aktion in Berlin mit einer großen Eröfnnung in den Kirchengemeinden des Oldenburger Landes mit Gottesdiensten, Gemeindebasaren und Mitmachaktionen. Die Direktorin der Hilfsaktion der evangelischen Landes- und Freikirchen, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, zog eine positive Jubiläumsbilanz. In den 50 Jahren wurden rund 1,8 Milliarden Euro an Spenden gesammelt. Mit den Spendengeldern wurden und werden weltweit rund 20.000 Projekte finanziell unterstützt. "Hunderttausende Menschen haben durch unsere Arbeit eine Chance erhalten, ihr Leben in Würde und Stolz zu führen", so Füllkrug-Weitzel.

Vor fast 50 Jahren fand Sammel-Aktion der evangelischen Kirchen Deutschlands auch im Oldenburger Land das erste mal statt, erinnert Diakonie-Vorstand Wolfgang Bartels. Die Sammlung war damals eigentlich nur als einmalige Aktion geplant, wegen des gewaltigen Erfolges ist eine kontinuierliche Aktivität aller evangelischen Kirchen daraus geworden. Dabei sei der Slogan der 50. Aktion "Es ist genug für alle da" heute aktueller denn je. "Weltweit hungern über 930 Millionen Menschen, das ist ein Skandal", erklärte Füllkrug-Weitzel. Die 50. Aktion wolle diesen Skandal thematisieren und fordere zu einem radikalen Wandel in den Konsumgesellschaften des Nordens auf.

Angesichts weltweit zunehmender Armut betonte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, den "Geist der Nächstenliebe" für den "Brot für die Welt" stehe. Huber, der auch Schirmherr der 50. Aktion ist, sagte: "Das Engagement von ,Brot für die Welt´ gründet in der Mitte des christlichen Glaubens und ist in der Mitte evangelischer Kirchengemeinden fest verankert." Die Aktion thematisiere die Ursachen von Armut und Ungerechtigkeit in einer breiten Öffentlichkeit erfolgreich. "Brot für die Welt" hat gemeinsam mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) im Oktober eine Studie herausgegeben. "Zukunftsfähiges Deutschland II" zeige in provokativer Weise Möglichkeiten auf, wie sich unsere Gesellschaft von einer rein konsumorientierten Denkweise verabschieden könne, so Huber.

Im Oldenburger Land sind im vergangenen Abrechnungsjahr (2007) 547.722 Euro gesammelt worden. Das ist etwas weniger als im Vorjahr, bedauert Diakonie-Vorstand Wolfgang Bartels. Über die Gründe für den Rückgang ließen sich viele Vermutungen äußern, viel wichtiger ist Bartels der Blick nach vorn: Er hofft, dass die Menschen aus dem ganzen Oldenburger Land Brot für die Welt im Jubiläumsjahr besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Menschen in den armen Ländern des Südens werden es uns danken.

Drei Projekte sind beispielhaft für viele andere ausgewählt worden. An diesen Projekten lasse sich die Arbeitsweise der Hilfsaktion erkennen. In Neuguinea schult Brot für die Welt Wanderbauern des Regenwaldes: Sie können die regelmäßigen Brandrodungen aufgeben weil sie mit der neuen nachhaltigen Landwirtschaft die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten. In Togo zeitigt die Hilfe zur Selbsthilfe gute Erfolge. Brot für die Welt bildet junge Frauen in handwerklichen Berufen aus. Jetzt haben sich die ersten Absolventinnen selbständig gemacht und bilden weitere Lehrlinge aus. Auf der phillipinischen Insel Negros hilft Brot für die Welt ehemaligen Landarbeitern auf verlassenen Plantagen beim Neubeginn. Ziel ist der Aufbau einer Landwirtschaft für den Eigenbedarf und der ökologisch verträgliche Anbau von Zuckerrohr für den Fairen Handel. Auch hier sind die ersten Bauern längst in die Selbständigkeit entlassen. Jetzt zeigt sich wie gut das Konzept der ev. Hilfsaktion funktioniert. Die Hilfe kommt an, resümiert Bartels und hofft, dass aus dem Oldenburger Land Spenden für viele weitere Projekte zusammen kommen.
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