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Elfriede Trampe ist seit 40 Jahren mit Herzgefühl in der Pflege tätig.
Elfriede Trampe ist seit 40 Jahren mit Herzgefühl in der Pflege tätig.

Elfriede Trampe-40 Jahre in der Pflege

Elfriede Trampe geht nach 40 Jahren Pflegedienst im Friedas-Frieden-Stift in den Ruhestand

Oldenburg, 18.01.2011 ? Damals wie heute sind Altenpflegekräfte gefragt, erzählt Elfriede Trampe. Angeworben wurde sie von der Schwiegermutter ihrer Schwester, die auch im Friedas-Frieden arbeitete. Von der Vorstellung bis zu ihrem Arbeitsbeginn ging es ihr damals fast schon ein bisschen schnell. Der Umgang mit so vielen alten Menschen war für die junge Frau anfangs etwas ungewohnt. Aber das ?Drumherum hat gestimmt? und so ist sie geblieben. Sie erzählt: ?Damals sprach noch niemand von Demenz. Es hieß eher, Oma ist jetzt ein bisschen tüdelig. Die Zeiten waren anders.? Als Trampe anfing war sie eher ?Mädchen für alles.? Heute sind die Aufgaben in der Pflege viel klarer voneinander abgegrenzt.
Damals gab es noch Zimmer mit vier oder fünf Betten. Einzelzimmer wie heute waren etwas besonderes. Auch hat heute jeder sein eigenes Bad. Mehr Privatsphäre fühlt sich halt besser an. ?Aber man muss auch akzeptieren können, wenn Bewohner ihre eigenen Gewohnheiten haben,? erklärt Trampe. ?Im Alter ist es manchem nicht so wichtig, täglich unter die Dusche zu springen.? Als junge Frau habe sie nicht geplant, so lange dabei zu bleiben, erzählt Trampe, aber irgendetwas habe sie doch gehalten. Zusammen mit Diakonissen, Altenpflegeschülerinnen und Pflegefachkräften sei die Zeit in dem schönen Umfeld dann doch vergangen. Trampe geht jetzt ?mit einem traurigen Auge? in den Ruhestand, denn sie hat ihre Arbeit immer gerne getan.
Es gibt Zeiten am Tag, da könnte ich 20 Hände haben, berichtet Elfriede Trampe mit leichtem Schmunzeln. Wenn das Abendessen vorbei sei, wollen oft alle auf einmal ins Bett, nicht nur die, die besonders früh aufgestanden waren.
Am Ende eines Tages trägt sie am PC alle pflegerelevanten Ereignisse in die Pflegedokumentation ein. ?Das ist zeitaufwändig,? findet sie. ?Denn man muss für jeden der bis zu 24 Bewohner alles protokollieren.? Manchmal so gesteht sie, fällt ihr auch auf dem Heimweg noch was ein. Und wenn es wichtig ist, ruft sie die Kollegen auch von Zuhause noch mal an. ?Gedanklich nimmt man halt doch auch mal was mit in den Feierabend, auch wenn man so gut abschalten könne wie sie.? Am Ende der Schicht werden dann nur noch die Pflegewagen wieder aufgefüllt. Damit auch die Kolleginnen wieder genug Handtücher, Waschlappen oder Vorlagen zur Verfügung haben.
Wäre sie einmal selbst auf Pflege angewiesen, würde sie selbstverständlich auch in ein Altenheim umziehen, ist sich Elfriede Trampe sicher. Sie würde darauf achten möglichst nahe bei Angehörigen zu wohnen, damit sie leicht besucht werden könne. Denn man ist doch darauf angewiesen, dass die Kinder oder andere Besucher zu einem kommen.
Künftigen Altenpflegekräften empfiehlt sie, den Umgang mit Menschen zu lernen. Man müsse die Menschen nehmen wie sie sind und bereit sein, auf alte Menschen zuzugehen. Deswegen sei nicht jeder für die Arbeit geeignet. ?Ein bisschen Herzgefühl muss man schon mitbringen!?
Beim Abschied steht auf einmal ein alter Herr vor der Tür. Er weiß, dass er sich verlaufen hat, kann aber nicht sagen, wer er ist und wohin er gehört. Kleinigkeit für die erfahrene Pflegerin: ein schneller Blick aufs Wäscheetikett und sie kann den Herrn mit Namen ansprechen und zu seinem Zimmer geleiten.
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