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Geld Für Spielerbehandlung


Oldenburg, 08.02.2011 - Bisher hat die Stadt Oldenburg etwa 1% der Einnahmen aus der Spielgerätesteuer für die Behandlung und Beratung der suchtkranker Spieler reserviert, erklärt Kai Kupka, Leiter der Suchtberatungsstelle. Die Diakonie kann von den 19.000 Euro eine Teilzeit-Mitarbeiterin finanzieren. Aber die Zahl der Personen, die in 2010 wegen Sorgen über ihr Spielverhalten in die Beratungsstelle gekommen sind hat sich seit 2007 auf 122 Personen mehr als verdoppelt. Die Beratung und Behandlung von Spielern erfordert sehr intensive Arbeit mit den Betroffenen, während die Klientel selber eher dazu neigt, Schwierigkeiten auszuweichen.

90 % der Spieler mit Problemen sind Automatenspieler. Sie sind im Schnitt mit mindestens 15.000 Euro verschuldet und haben manchmal sogar ein ganzes Haus verzockt. Ein beträchtlicher Teil der Vergnügungssteuer wird also auf dem Rücken von pathologischen Spielern eingefahren, erläutert Kupka. Jetzt sei es an der Zeit, das Engagement für die Spieler zu verbessern, fordert der Leiter der Diakonie-Fachstelle Sucht in der Bloherfelder Straße 7.

Der Spielerschutz müsse konsequent verbessert werden. Während Spieler sich bei Spielbanken zu ihrem eigenen Schutz sperren lassen können, fehlt Automatenspielern diese Hilfe. Auch das Personal von Spielhallen müsse langfristig in die Suchtprävention einbezogen werden. "Es ist ein Unding, dabei zuzusehen, wie Spieler 13,5 Millionen im Jahr verzocken und nichts dagegen zu tun," kritisiert Kupka und fordert: "Die Stadt muss mehr für suchtkranke Spieler tun."
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