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Insolvenz dreier Altenpflegehäuser

Für Büsingstift, Schützenweg und Stephanusstift besteht Perspektive auf Fortführung. Insolvenzverfahren eröffnet Chance auf einen geordneten Restrukturierungs- und Sanierungsprozess. Krise in der Altenheimfinanzierung und ungleiche Wettbewerbsbedingungen bedrohen finanzielle Stabilität.

Oldenburg, 24. März 2010: Die Geschäftsführungen von drei Einrichtungen der stationären Altenhilfe haben heute bei den Amtsgerichten in Oldenburg und Delmenhorst Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Begründet werden die Anträge mit drohender Überschuldung und der Gefahr von Zahlungsunfähigkeit angesichts aktueller und bevorstehender finanzieller Verpflichtungen. Das Diakonische Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg will gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter die drei Häuser restrukturieren und sanieren, um Arbeitsplätze zu erhalten und den Bewohnern auch weiterhin ein qualitativ hochwertiges Lebensumfeld anbieten zu können.

Das Diakonische Werk der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Oldenburg betreibt acht Einrichtungen der stationären Altenhilfe, die wie andere frei gemeinnützige Einrichtungen mit den strukturellen Schwierigkeiten in diesem Marktumfeld zu kämpfen haben. In drei von acht Häusern sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den vergangenen Monaten so groß geworden, dass auf die Insolvenz als eine besondere Chance zur Sanierung zurückgegriffen werden muss. Es handelt sich um die Häuser

- Haus für Senioren Büsingstift gemeinnützige GmbH in Oldenburg
- Ev. Seniorenzentrum Schützenweg gemeinnützige GmbH in Oldenburg
- Ev. Altenhilfe Stephanusstift gemeinnützige GmbH in Delmenhorst

Alle drei Häuser mussten in der Vergangenheit mit deutlich steigenden Lohn- und Energiekosten sowie mit einer wettbewerbsverzerrenden Marktlage wirtschaften. Die in der Diakonie gezahlten Mindestlöhne sind rund ein Viertel höher als vergleichbare Löhne privater Mitbewerber und ebenfalls deutlich höher als die anderer Wohlfahrtsverbände. Die durch die Kostenträger bewilligten Entgelte bleiben jedoch schon lange weit hinter der allgemeinen Preisentwicklung zurück und berücksichtigen auch keine tariflichen Unterschiede. Deutlich steigende Kosten stehen so stagnierenden Entgelten gegenüber.

Für die Häuser Büsingstift, Schützenweg und Stephanusstift ist die Insolvenz die einzige Möglichkeit, um wieder zu einem wirtschaftlichen und finanziellen Gleichgewicht zu kommen. Die Diakonie im Oldenburger Land hält die drei stationären Altenhilfeeinrichtungen für im Kern sanierungsfähig. Das Deutsche Insolvenzrecht bietet ein geordnetes Verfahren um alle Optionen zur Fortführung der Einrichtungen auszuloten. Nach Maßgabe des Deutschen Insolvenzrechts wird der vorläufige Insolvenzverwalter dafür Sorge tragen, dass für den Zeitraum von drei Monaten die Agentur für Arbeit alle Gehaltszahlungen einschließlich aller Gesamtsozialversicherungsbeiträge (so genanntes Insolvenzgeld) übernimmt.

Diakonie-Vorstand Joachim von der Osten erklärt: ?Die Insolvenzen sind direkte Folge der strukturellen Veränderungen in der Altenpflege. Heimleitungen und Beschäftigte haben beste Arbeit gemacht.? Mitarbeiter und Einrichtungsleitungen sehen sich jeden Tag dem Dienst am Nächsten verpflichtet und bereiten den Bewohnern bestmögliche Lebensumstände.

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Oldenburg,24.03.2010 - Insolvenz als große Chance [weiter...]
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