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Migration in Niedersachsen

150 Profis der Sozialarbeit für Migranten diskutieren Paradigmenwechsel für Niedersachsen

Stapelfeld, 22. Nov. 2011 - Gabriele Erpenbeck aus dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration hat auf einer bis morgen andauernden Migrationstagung in Stapelfeld neue Begriffe und Inhalte gefordert, um die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund zu stärken. Integration sei eine Querschnittsaufgabe, die über Generationsgrenzen reiche. Künftige Schwerpunkte der Arbeit seien frühe Hilfen für Eltern und Kinder. Es sei notwendig Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Netzwerke zu fördern. Elternarbeit sei wichtig für die Kinder und Jugendlichen. Für Jüngere Migranten gehe es darum, die Übergänge erfolgreich zu gestalten: zwischen Kindergarten und Schule, zwischen Schulen und später zum Beruf.
Diakonie-Vorstand Thomas Feld forderte ein neues Leitbild für die Migrationssozialarbeit. Der Begriff der Integration verwehre Menschen die vollgültige Teilnahme an der Gesellschaft. Feld plädierte dafür, mit dem Begriff Inklusion die Umkehr des Denkens zu wagen: Wie müssen wir die Gesellschaft verändern, damit sich Menschen nicht mehr fremd bei uns fühlen. Prof. Dr. Paul Mecheril von der Universität Oldenburg kritisierte Integration, weil sie Gesellschaft und die zu Integrierenden voneinander separiere. Die Erwartung, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund assimilieren, ist im Zeitalter der Migration unangebracht. Noch nie seien so viele Menschen so mobil wie heute. Es gehöre zum Menschen dazu, wandern zu können, betonte Mecheril.
Seit zwanzig Jahren nutzen Ministerium, Wohlfahrtsverbände und Universitäten die jährliche Tagung in Stapelfeld, um Ziel und Ausrichtung der Migrationssozialarbeit und Integrationsberatungsdiensten in Niedersachsen zu diskutieren. Entstanden ist das Forum auf Anregung von Diakonie und Caritas im Oldenburger Land. Die Fachtagung steht unter der Schirmherrschaft von Aygül Özkan, der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration.

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