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Seniorenhilfe Delmenhorst

"Ins Heim geh ich nicht"
Evangelische Seniorenhilfe kümmert sich um alte Menschen


Delmenhorst, 29.10.2008
(epd) - Entschlossen und heftig stellt Hannelore Mund ihre Kaffeetasse zurück auf den Tisch: "Da gibt es keinen Zweifel. Ins Heim geh ich nicht." Doch der 73-Jährigen ist auch klar, ohne Hilfe im Alltag geht es nicht. Nach einer Hüftoperation kann sie ohne den Rollator nur noch wenige Schritte gehen. Unterstützung hat sie bei der Evangelischen Seniorenhilfe Delmenhorst gefunden. Seit zehn Jahren ermöglicht ein dichtes Netzwerk ehrenamtlicher Helfer, dass ältere Menschen möglichst lange eigenständig in ihren vertrauten vier Wänden leben können.

"Kochen, backen und filigrane Blumenstickereien sind kein Problem", sagt Hannelore Mund, die stolz auf ihre Eigenständigkeit ist. Doch mit dem Einkaufen, Arztbesuchen oder einfach einem Spaziergang, wird es schwierig, räumt sie ein. "Ohne Regina Bialek müsste ich wohl doch ins Heim." Bis zu fünf Stunden pro Woche kommt die 61-jährige Rentnerin zu Hannelore Mund ins Haus. "Dann wird Kaffee getrunken der neueste Stadt- und Nachbarschaftsklatsch beschnackt", berichtet sie mit einem Schmunzeln. Erst dann geht es an die Arbeit: Putzen, Gardinenwaschen oder Möbelrücken.

"Der Bedarf an ehrenamtlichen Helfern wächst beständig", sagt die Leiterin der Delmenhorster Seniorenhilfe, Monika Zabel. Die Zahl der von ihr vermittelten Betreuungsstunden steigt jährlich um bis zu 1.500. Allein im vergangenen Jahr haben die derzeit 87 Ehrenamtlichen des gemeinnützigen Vereins 150 Senioren in zusammen rund 9.500 Stunden betreut.

"Wir sind keine Konkurrenz zu den Pflegediensten", betont Zabel. "Wir ergänzen uns und arbeiten eng mit den Sozialstationen zusammen." Die meisten Senioren erhielten qualifizierte Hilfe durch die Sozialstationen. Weil der Verein sich die Büros mit der Delmenhorster Diakoniestation teilt, könne schnell und unbürokratisch mal der eine oder andere Hinweis gegeben werden. Verbände anlegen oder gar Medikamente verabreichen, dürfen die Helfer der Seniorenhilfe nicht.

Was die Senioren schätzen, ist die Zeit, die die Ehrenamtlichen der Seniorenhilfe mitbringen, sagt Zabel. "Wer nicht mehr mobil ist, freut sich über jeden Besuch." Im engen Plan der Sozialstationen ist dafür kein Raum vorgesehen. Der wichtige Klönschnack kann bei den Kassen eben nicht abgerechnet werden.

Dafür zahlen die betreuten Senioren an die Seniorenhilfe 9,80 Euro pro Stunde, von denen 7,15 Euro als Aufwandsentschädigung an die ehrenamtlichen Helfer gehen. Mit dem verbleibenden Überschuss werden Schulungen für die Ehrenamtlichen finanziert. Dabei geht es um Themen wie Demenz oder Sucht im Alter.

Die Delmenhorster Seniorenhilfe gehört der Diakonie im Oldenburger Land an. Monika Zabel ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 11 Uhr unter der Telefonnummer (04221) 96 30 30 zu erreichen.
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