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Thomas Feld (li.) und Joachim von der Osten (re.) dankten Herbert Wulf (Mitte) mit seiner Frau, Gudrun Sahlender-Wulf, für 25 Jahre Leitung der Fachstelle Sucht in Oldenburg.
Thomas Feld (li.) und Joachim von der Osten (re.) dankten Herbert Wulf (Mitte) mit seiner Frau, Gudrun Sahlender-Wulf, für 25 Jahre Leitung der Fachstelle Sucht in Oldenburg.

Wulff geht

Leiter hat die Fachstelle an der Bloherfelder Straße aufgebaut

Oldenburg, 16.04.2009
- Der Theologische Vorstand der Diakonie, Thomas Feld, verabschiedete Herbert Wulf heute in den Ruhestand. Seit dem Start der Fachstelle Sucht vor 25 Jahren, dem Einzug in das damals großzügige, heute äußerst beengt erscheinende Haus in der Bloherfelder Straße habe Wulf die Fachstellenarbeit kontinuierlich und mit einer wachsenden Zahl an Mitarbeitenden ausgeweitet. Heute erhalten Abhängigkeitskranke neben der Beratung auch Behandlung. Die Fachstelle arbeitet mit Spielsüchtigen und hat Elemente des Streetworks aufgenommen. Dabei wurden Schwerpunkte der Fachstellen-Arbeit erkennbar. Wulff ist es gelungen, die drei Säulen der Suchtarbeit, nämlich die Selbsthilfegruppen, die Beratungsstellen und die stationäre Suchtkrankenarbeit miteinander zu vernetzen, betonte Feld. Es sei gelungen, allen drei Bereichen deutlich zu machen, dass sie gemeinsame Interessen haben, die am besten gemeinsam zu verwirklichen seien.

Feld hob besonders hervor, dass es gelungen sei, in der Suchtarbeit ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Suchtprobleme einen familiären Hintergrund haben und die Familien aufs Äußerste belasten und zerreißen können. Es sei Wulf gelungen, immer wieder deutlich zu machen, dass eine Suchtarbeit, die nur beim Einzelnen ansetzt, zu kurz greift. Wulf unterscheidet im Rückblick zwei Typen von Abhängigkeitskranken. Der "Schneewittchen-Typ" brauche einen Anstoß von außen, damit beginnt dass richtige zu tun. Beim "Dornröschen-Typ" müsse der richtige Zeitpunkt für den Anstoß von außen abgewartet werden. Die Kunst sei es, den richtigen Zeitpunkt zu finden und die Gelassenheit zu entwickeln, abzuwarten, bis dieser Zeitpunkt gekommen sei. Warnend sprach Wulff über die zunehmenden Mediensüchte.

Feld dankte Wulff für die Fähigkeit, Kontakt zu Menschen aufzunehmen und Menschen miteinander ins Gespräch und in Beziehung zu bringen. Jemand, der in der Beratungsarbeit tätig ist, wirke gestaltend auf andere ein, erläutert Feld. Wulf habe im Laufe von 25 Jahre in der Fachstelle auf viele Menschen heilsam, fördernd und ermutigend eingewirkt. Damit habe er etwas weitergegeben, dass nun im Leben anderer weiter wirkt. Vor allem für diese Wirkung dankte Feld im Namen der Menschen die Hilfe erfahren haben.

Kommisarisch übernimmt Dr. Jürgen Beushausen die Leitung der Fachstelle Sucht.
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