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100 Jahre Dienst am Bahnhof

Bahnhofsmission Oldenburg feiert 100jähriges Bestehen mit Gottesdienst in Lamberti

Oldenburg, 24.04.2015 - Die Bahnhofsmission stehe dafür, dass Menschen am Wegesrand Gottes Freundlichkeit durch andere Menschen erfahren, betonte Bischof Jan Janssen beim Jubiläumsgottesdienst in der Lambertikirche. Seit 100 Jahren pflege der Sozialdienst am Bahnhof eine Gastfreundschaft, die Menschen kleines Aufatmen und großes Ausruhen ermögliche. Janssen hob in seiner Predigt hervor, dass die Bahnhofsmission auch Menschen die Tür öffne, an denen sich andere vorbeidrücken. Sie geben Menschen eine Portion Wärme, lobte Janssen die Ehrenamtlichen, denen andere nicht einmal ins Gesicht sehen mögen. Dabei wird ein Stück andere Welt sichtbar, wenn wir menschlich aufeinander zugehen. Solches barmherziges Tun ist nur scheinbar weltfremd.

Deutlich über 100 Menschen nehmen den Dienst der Bahnhofsmission jeden Tag in Anspruch, berichtet die Leiterin, Doris Vogel-Grunwald. Viele halten sich für einige Zeit in den Räumen unter Gleis 1 des Oldenburger Bahnhofs auf. Andere erhalten Hilfestellung im Reiseverkehr am Bahnsteig und noch mehr Menschen haben Auskünfte bekommen. Donnerstags sind nachmittags immer besonders viele Schüler und Schülerinnen in der Bahnhofsmission. Sie warten hier auf ihre Busse und Züge in den Landkreis. Sie machen währenddessen Hausaufgaben oder lesen Comics, die wir für alle bereit halten. Dann macht ein pensionierter Oberstudiendirektor ehrenamtlich Dienst, freut sich Vogel-Grunwald. Er wird gern für allerlei Anfragen zu den Hausaufgaben in Anspruch genommen.
 
Gegründet würde die Bahnhofsmission am Oldenburger Bahnhof in turbulenter Zeit. 1915 befand sich Deutschland im Krieg. Neben der Unterstützung der deswegen An- und Abreisenden erwuchsen der Bahnhofsmission schnell neue Aufgaben. Im Dritten Reich waren ihre Dienste unerwünscht und zeitweilig verboten. Weitere Details, Bilder und Berichte aus 100 Jahren Geschichte der Bahnhofsmission in Oldenburg finden sich in der Festschrift „100 Jahre nächste Hilfe: Bahnhofsmission“. Sie kann über die Bahnhofsmission bezogen werden. Dabei freut sich der Dienst am Bahnhof über Spenden. Denn obwohl die Notwendigkeit dieses Dienstes unbestritten ist, muss sich die Bahnhofsmission allein aus kirchlichen Mitteln und Spendengeldern finanzieren.
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