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Fachtag zur Kurzzeitpflege behinderter Kinder

Kleine Pausen haben große Wirkung bei der Entlastung von Familien - häusliche Pflege stützt Inklusion

Oldenburg, 11.03.2015 - Der Umfang und die Qualität des Unterstützungssystems für Menschen mit Beeinträchtigungen ist ein Kennzeichen für die Güte eine Gemeinwesens, rief Germaid Eilers-Dörfler den Fachtagsteilnehmenden im PFL zu. Die Unterstützung für pflegende Eltern behinderter Kinder ist durchaus verbesserungsfähig. Eltern freuen sich über die Kiola-Planung  für ein Haus zur Kurzzeitpflege von behinderten Kindern in Oldenburg. Sie wünschen sich gleichzeitig mehr Unterstützung von Kassen und Kostenträgern. Schon jetzt sei es schwierig und kompliziert Unterstützungsleistungen zu beantragen. Eine Garantie auf Genehmigung gäbe es nicht, obwohl der Bedarf unbestritten ist. 440.000 Menschen mit Behinderungen gäbe es im Raum Weser-Ems, rechnet Dr. Michael Wagner vor. Über 10.000 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen haben wegen ihres Behinderungsgrades einen erhöhten Pflegebedarf. Eltern, die oft rund um die Uhr für Ihre Kinder da sind, wünschen zu zwei Drittel regelmäßige Betreuungszeiten an Wochenenden, den Sommerferien oder bei Notfällen. Etwa die Hälfte von ihnen würden auch Angebote von länger als einer Woche gerne annehmen.  Bei der Finanzierung solcher Entlastungsangebote sind die Eltern auf die Unterstützung aus Sozialkassen angewiesen. Derzeit werde aber noch viel zu wenig über die bereits bestehenden Angebote informiert. Kiola-Vorsitzende Ute Dorczok freut sich über die unterstützenden Signale von der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Cornelia Rundt bezeichnete die Kurzzeitpflege eines Kindes in einer geeigneten stationären Einrichtung als einen Baustein im Unterstützungssystem. "Die Eltern wissen ihr Kind in guten Händen und haben Zeit, Atem zu holen und sich verstärkt anderen Menschen und ihren eigenen Bedürfnissen zuzuwenden. Davon profitieren alle Familienmitglieder," lobt Rundt das Konzept. Kurzzeitpflege hilft dabei, den inklusiven Ansatz der häuslichen Betreuung behinderter Kinder zu erhalten. Eine Befragung zeigt, wie schwer Eltern das trotz aller Liebe zu ihrem Kind fällt: Die Hälfte von ihnen hat bereits darüber nachgedacht, ihr Kind in einer stationären Vollzeiteinrichtung unterzubringen.

Mit Kiola ist die Errichtung eines neuen Hauses mit 12 Plätzen in Oldenburg Kreyenbrück geplant. Bis zum Baubeginn hofft Dorczok noch auf viele Spenden und Unterstützung. Damit wir das Haus so attraktiv gestalten können, dass sich Eltern und Kinder darin wohl fühlen.
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