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Sozialtherapeutin Sabine Mix-Puschmann von der Fachstelle Sucht in Bad Zwischenahn präsentiert das neue Angebot für Senioren.
Sozialtherapeutin Sabine Mix-Puschmann von der Fachstelle Sucht in Bad Zwischenahn präsentiert das neue Angebot für Senioren.

Diakonie bietet Suchttherapie für Senioren im Ammerland

Neues Angebot ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten

Bad Zwischenahn, 08. April 2015 - Der bundesweite Trend ist eindeutig. Sucht wird auch im Alter immer häufiger zum Problem. In den letzten zwölf  Jahren ist die Zahl der über 60jährigen, die mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, um 260% gestiegen auf 13.762 Fälle. Soweit muss es im Ammerland nicht kommen. Die Fachstelle Sucht bietet jetzt ein Beratungs- und Behandlungsangebot für Senioren an. Der Titel „Alles Klar?!“ ist Programm, erläutert die Sozialtherapeutin Sabin Mix-Puschmann. Mittwochs 10:30 Uhr trifft sich ab dem 13. Mai eine Therapiegruppe unter dieser Überschrift im Fährweg 2. Gemeinsames Ziel der Senioren ist es, in Klarheit und Aktivität und mit Lebensfreude ohne Suchtmittel zu leben. Die Themen entsprechen der Situation der nicht mehr im Erwerbsleben stehenden Senioren. Es wird darum gehen, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie man mit seiner freien Zeit umgeht und sich eine eigene Alltagsstruktur zulegt, eventuell neue Aufgaben übernimmt und dabei möglichst suchtfrei bleibt. Der Bedarf  für solch ein Angebot ist auch im Ammerland groß: 3.122 Männer und 2.454 Frauen trinken mit erhöhtem Risiko, hat Mix-Puschmann ausgerechnet. Wobei unberücksichtigt bleiben musste, dass ältere Körper Alkohol weniger gut vertragen und abbauen. Deswegen sollten sich Männer bereits Gedanken machen, wenn sie mehr als zwei Bier täglich trinken. Völlig im Verborgenen hat auch der Missbrauch von Psychopharmaka zugenommen, weiß Mix-Puschmann. Sie rechnet mit etwa 2.100 über 70jährigen im Ammerland, die Medikamente mit Abhängigkeitspotential dauerhaft einnehmen, obwohl sie spätestens nach 4-6 Wochen abzusetzen wären. Die Suchtberaterin appelliert an Angehörige, Nachbarn, Ärzte Pflegepersonal und Pastoren, nicht die Augen vor den Problemen Älterer zu verschließen. Die Beratungsstelle bietet Rat und Information: kostenlos, unverbindlich und unter Schweigepflicht.

Infos zum Thema Sucht im Alter auch unter: www.unabhaengig-im-alter.de

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