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Schüler gestalten Hungertuch

Oberschüler informieren sich über „Brot für die Welt“-Projekte

Bookholzberg, 21.Juli 2015 - Im Rahmen eines Projektes gestalteten Schüler der Schule an der Ellerbäke einen drei Quadratmeter großen Wandbehang nach dem Vorbild von sogenannten Hungertüchern. Vor der Gestaltung informierten sich die Schülerinnen über die Arbeit der kirchlichen Hilfsorganisation "Brot für die Welt". Dabei interessierten sich die Schüler besonders für drei Projekte in Südamerika. In Peru hilft die Organisation Kleinbauern, wieder alte Getreidesorten anzubauen. Denn die sind besser an Klima und Umweltbedingungen angepasst. Unterm Strich ernten die Kleinbauern mehr als mit neuen Sorten. Sie können ein Teil der Ernte auf den Markt tragen und von dem Erlös die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen. Denn die Analphabetenrate ist allein unter Frauen 18 mal höher als in Deutschland. "Hilfe zur Selbsthilfe" nennt die kirchliche Organisation als Prinzip ihrer Arbeit. Das Prinzip funktioniert auch bei den Wichi-Indianern in Argentinien. Die wehren sich gegen die Zerstörung des Regenwaldes und angrenzender Gebiete durch Brandrodung. Die riesigen Gebiete, die der industriellen Landwirtschaft zugeführt werden, sind für das Ökosystem und für die Indianer verloren. Obwohl ihnen das Land eigentlich rechtmäßig zusteht. Die Gewinne für Soja-Futterpflanzen und Biosprit-Saaten streichen andere ein. Mit Hilfe von Brot für die Welt bekommen die Wichi-Indianer Verträge, die ihnen das Überleben sichern. In Brasilien, so haben die Schüler gelernt, prallen westlicher Lebensstil und größte Armut direkt aufeinander. In den Städten unterstützt Brot für die Welt deswegen die Müllsammler beim Aufbau von Genossenschaften. Damit steigt die Recycling-Rate und die Müllsammler verdienen genug zum Leben. Alle drei Beispiele haben die Schüler in ihr Hungertuch aufgenommen. Die quer durchs Bild laufende Trennungsmauer zwischen arm und reich wird durchbrochen vom Fluss des Lebens und der Hilfsaktion Brot für die Welt. Vor der Oberschule Bookholzberg stehen Vertreter Brasiliens und Deutschlands Hand in Hand und betrachten die friedlich nebeneinander segelnden Segelschiffe der Länder Südamerikas. Auf der anderen Seite sind die Kleinbauern aus Peru, die brasilianischen Müllsammler und ein Vertreter der Agrarindustrie zu erkennen, zeigt Schulpfarrer Tessen von Kameke.

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