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Soziale Aufgaben gemeinsam bewältigen

Landrat Harings benennt bei Diakonischer Konferenz Schlüsselthemen

Cloppenburg, 21.05.2015 - „Wir brauchen die Menschen, die Kirchen und die Diakonie, um die sozialen Aufgaben und Herausforderungen in den Kreisen und Kommunen gemeinsam bewältigen zu können,“ erklärte Landrat Carsten Harings vom Landkreis Oldenburg vor der Diakonischen Konferenz in Cloppenburg. Die anstehenden Herausforderungen könnten nur in einem Klima von gegenseitigem Respekt und Toleranz  gemeistert werden, betonte Harings. Die Betreuung weiterer Flüchtlinge und Migranten sieht Harings als eine Kernaufgabe. Im Vergleich zu dem, was Flüchtlinge erlebt und durchgemacht haben, sind die praktischen Probleme der Unterbringung gering. Erfreut beobachtet Harings, dass die Menschen in den Kommunen und Kreisen den Neuankömmlingen freundlich und offen begegnen. Weil die Flüchtlinge von der Bevölkerung willkommen werden, dürfe der Bund den Kommunen nicht auch noch die Kosten für die Flüchtlinge aufbürden. Die kommunalen Gebietskörperschaften dürften nicht in die Situation kommen, zwischen Flüchtlingsbetreuung und Schulischer Förderung entscheiden zu müssen. Bildung und Förderung sind dem Landrat Herzensthemen: Heutige Probleme dürften nicht zu Lasten unserer Kinder geregelt werden, betonte der Vertreter des Landkreises, der im laufenden Jahr trotz Schuldenabbau zusätzliche 6 Millionen in Schulen investiert. Harings mahnte, die UN-Charta für ein inklusives Zusammenleben nicht zu eng auszulegen und plädierte für ein Förderwahlrecht statt zwingender Inklusivbeschulung. In der sozialen Arbeit und der Flüchtlingsbetreuung sieht der Landrat Diakonie und Kirche als Partner.

Die Konferenz sieht Kirche vor der Aufgabe die bestehende Konzeption und Verfassung der sozialen Arbeit in den Kirchenkreisen zu aktualisieren und der Landessynode zur Beschlussfassung vorzulegen. Durch die Personalkostensteigerungen der letzten Jahre im Bereich der Diakonie ist eine Finanzierungslücke entstanden. Hier sind zwischen Kirche und Diakonie Lösungswege auszuhandeln, so Diakonievorstand Thomas Feld.

Der Vorsitzende des Parlaments der Diakonie, Prof. Dr. Jörg Schneider, forderte, Finanzierung und Personalgrundausstattung kirchlicher sozialer Arbeit nachhaltig sicher zu stellen, damit die Kirchenkreisdiakonie künftigen Herausforderungen gewachsen ist. Denn das flächendeckende niedrigschwellige Hilfeangebot der Diakonie stellt sicher, dass Kirche und Diakonie für die Menschen vor Ort leicht erreichbar ist. Die Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg stellt bisher 954.000 Euro für die Arbeit in sechs Kreisdiakonischen Werken mit 13 Standorten bereit. Durch die Diakonischen Werke werden zahlreiche weitere soziale Angebote wie Schuldnerberatung, Schwangerenberatung, Seniorenhilfe, Migrations- und Integrationsberatung, Wohnungslosenhilfe, Straßensozialarbeit und Familienhilfe organisiert, betont Feld. Der kirchliche Beitrag vervielfacht sich in der konkreten sozialen Arbeit. Nur die Kirchenkreisdiakonie bietet diese Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

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