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Straßenzeitung mit neuem Konzept

Mehr Themen aus der Region Nordwest und mehr Gewinn für Verkäufer

Oldenburg, 26. Nov. 2015 - Seit 1996 wird das Straßenmagazin „Asphalt“ im Oldenburger Land und den Nachbarregionen verkauft. Jetzt wurde das Magazin neu gestaltet. Asphalt hat sich auch inhaltlich weiter entwickelt, erläutert Redaktionsleiter Volker Macke. Wir wollen unseren Kunden interessante Inhalte bieten. Auf acht Wechselseiten im Innenteil werden künftig Themen aus der Region präsentiert wie das Interview mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in der aktuellen Ausgabe.

Die Kunden wollen Informationen aus der Region, weiß Verkäufer Olaf S. Soziale Verantwortung allein ist als Anreiz zu wenig. Deshalb ist Olaf S. optimistisch, die neue Zeitung auch für 2,20 Euro verkaufen zu können. „Gut die Hälfte meiner Kunden sind Stammkunden,“ berichtet der erfahrene Verkäufer. Mit denen kommt man auch mal ins Gespräch. Genau dafür stellt sich Olaf S. jeden Tag 7 bis 8 Stunden an die Straße. „Es gibt mir ein Stück Normalität und hilft mir, mich von Spielautomaten fern zu halten. Manchmal sind wir Verkäufer sogar Auskunftsstelle, wie neulich, als sich ein Neubürger erkundigte, wo man in Oldenburg gute Altkleider abgeben kann. Andere Verkäufer haben bei ihrem Job sogar eine Wohnung und gebrauchte Möbel angeboten bekommen.“ Das zeige, so erklärt Geschäftsführer Reent Stade, dass ein Straßenmagazin für die Verkäufer tatsächlich einen Weg in eine andere Alltagsnormalität bereit hält. Asphalt-Verkäufer sind Menschen mit brüchigen Biographien, die durch Schicksale, Krankheiten oder traumatische Erlebnisse aus der Bahn geworfen wurden. Durch den Verkauf des Straßenmagazin versuchen sie ihrem Leben wieder Struktur und Sinn zu verleihen.

„Zum Monatsende verkauft sich die Zeitung nicht mehr so gut. Da mach ich dann eben mehr Pause,“ verrät Olaf S.. Von der neuen Ausgabe erhofft er sich eine größere Nachfrage. Der Verlag will mehr Verkäufer gewinnen und verspricht neuen Verkäufern zehn Freiexemplare zum Einstieg. Sonst bleibt den Verkäufern die Hälfte vom Verkaufspreis. „Es gehört schon etwas Selbstdisziplin dazu, denn der Einkaufspreis ist gleich am Anfang fällig,“ erklärt Olaf S..  Asphalt stattet die Verkäufer mit einem Ausweis aus und weist genehmigte Verkaufsplätze vor Einkaufszentren, Wochenmärkten oder in der Innenstadt zu. Derzeit bessern 160 Verkäufer und Verkäuferinnen in 15 Städten ihren Lebensunterhalt durch diese Arbeit auf. Viele sind oder waren wohnungslos, alle sind von Armut betroffen. „Mit dem verbesserten Produkt hoffen wir noch weiteren Verkäufern an anderen Plätzen ein kleines Zubrot zu ermöglichen,“ fügt Redaktionsleiter Volker Macke hinzu. Wer im Oldenburger Land verkaufen möchte, wendet sich an einer der Diakonie-Beratungsstellen für Menschen in Wohnungsnot. Das neue Erscheinungsbild ist von Grafik- und Design-Studenten der Hochschule Hannover entwickelt worden. Papst Franziskus unterstützt das Straßenmagazin mit einem Exklusivinterview.

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