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Wollen die Situation auf dem Land verbessern: Mitarbeitende des Kinderschutz-Zentrum Oldenburg
Wollen die Situation auf dem Land verbessern: Mitarbeitende des Kinderschutz-Zentrum Oldenburg

Fachtag: Kinderschutz im ländlichen Raum

Hilfekonzepte für familiäre Konflikte sind überwiegend für die Stadt ausgelegt. Die spezifischen Bedingungen auf dem Land finden bislang wenig Berücksichtigung.

Oldenburg, 13.03.2014 - Am 13. und 14.03. findet im Kulturzentrum PFL in Oldenburg die Fachtagung zum Kinderschutz im ländlichen Raum statt. Der ländliche Raum kann mit durchaus gegensätzlichen Attributen beschrieben werden. Neben Idylle und heiler Welt gibt es auch soziale Enge, Ausgrenzung und kulturelle Isolation. Neben familiären Konflikten, Angst und Scham vor sozialer Ächtung gibt es auch verstärkte nachbarschaftliche Unterstützung. Neben weiten Anfahrtswegen zu Hilfeangeboten werden auch die Möglichkeiten dörflicher Strukturen in Konzepten kaum berücksichtigt.
Unter dem Begriff „Kinderschutz im ländlichen Raum“ subsummiert das Oldenburger Kinderschutz-Zentrum seine Aktivitäten in der Region. Gleichzeitig widmet ein Zusammenschluss mehrerer Kinderschutz-Zentren in Deutschland der besonderen Lebenssituation von Kindern auf dem Land größere Aufmerksamkeit. Zudem wird die Perspektive von Landbewohner und der dort arbeitenden Fachkräfte mit verschiedenen Ansätzen erforscht. So sind im Rahmen von Masterarbeiten Interviews mit Eltern und Fachkräften geführt worden. Die Ergebnisse dreijähriger Arbeit werden bei der Fachtagung im PFL bewertet. Prof. Dr. Herschelmann, ehemaliger Leiter des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg stellt erste Ergebnisse vor.
Ziel des Fachtages ist es, Empfehlungen für die Praxis des Kinderschutzes auf dem Land zu entwickeln. Damit soll eine solide Grundlage für einen aktiven Kinderschutz auf dem Land geschaffen werden. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie vermitteln den Zugang zu Hilfesystemen.
Für eine alleinerziehende, materiell schlecht gestellte Mutter sind Hilfeeinrichtungen oft schwer zu erreichen. Es fehlt an Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinen, wenn die Mutter allein oder mit einem Geschwisterkind zur Beratung geht. Auch die Angst vor Aufdeckung von Problemen ist groß. In kleinen sozialen Gemeinschaften ist der Geheimhaltungsdruck viel größer ist. Väter und Mütter wissen oft nicht, dass es Beratungsstellen für familiäre Konflikte gibt. Familien auf dem Land benötigen Vermittler, die Hilfsmöglichkeiten aufzeigen, Brücken zum Angebot bauen oder organisieren, dass die Hilfe zu der bedürftigen Familie kommt. Damit diese Familien sich helfen lassen, ist ein Vermittler vor Ort notwendig, dem sie vertrauen können.
Das Kinderschutz-Zentrum hat in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oldenburg verschiedene Möglichkeiten der Hilfezugänge erprobt. So wurden an mehreren Orten Beratungszeiten angebotenen. Zusätzlich wurden in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen Elternabende zu erziehungsrelevanten Themen veranstaltet. Unter Anleitung des Kinderschutz-Zentrums finden gemeindenah Fallberatungsgruppen statt. Dort können Erzieher und Lehrer ihre Sorgen bezüglich einzelner Kinder besprechen.

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