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Kirche und Diakonie unterstützen Katastrophenhilfe der Yeziden

5.000 Euro für den Transport von Hilfsgütern aus der Oldenburger Region

Oldenburg, 27. Nov.2014 - Karton- und Säckeweise stapelt sich gebrauchte Winterkleidung in der Halle 14 an der Stedinger Straße 141 in Oldenburg. Dem Aufruf der Yezidischen Jugend sind unerwartet viele Menschen gefolgt und haben ihre Spende vorbei gebracht. Die Evangelische Kirche Oldenburg  und die Diakonie im Oldenburger Land unterstützen die Aktion jetzt mit je 2.500 Euro. Bischof Jan Janssen hatte die Unterstützung bei seinem Besuch im Yezidischen Zentrum zugesagt. Theo Lampe vom Diakonischen Werk wertete es als Ausdruck von Solidarität mit den Verfolgten, dass zahlreiche Mitarbeitende von Kirche und Diakonie Kleiderspenden übergeben haben. Zusammen mit Spenden aus den Kleiderläden der Diakonie konnten mehrere Transporter gefüllt und übergeben werden. Der jetzt übergebene Betrag ist als Transportbeihilfe vorgesehen. Drei Sattelzüge haben die Yeziden in den vergangen Tagen bereits nach Syrien geschickt, um die Katastrophenhilfe vor Ort mit der gebrauchten Kleidung zu unterstützen.

Die Aktion der yezidischen Jugend

Nach Feierabend treffen sich yezidische Jugendliche jeden Tag an Halle 14, um gespendete Kleidung entgegen zu nehmen. Nachdem aufgeschlossen ist, werden die schweren Tore gemeinsam geöffnet. Groß genug um einen ganzen Sattelzug aufzunehmen und über die Rampe beladen zu können. Fünf Stunden werden die Jugendlichen hier jetzt Kleidung annehmen, sortieren und für den Abtransport in die syrische Krisenregion vorbereiten. Alle haben bereits einen langen Arbeitstag hinter sich. Hier machen die jungen Yeziden ihre zweite Schicht. Mittlerweile haben sie Routine. Einer besorgt Pizza für alle, jemand anderes bringt warmen Tee, denn es ist kalt auf der Rampe. Wenn Autos vorfahren, so wie jetzt die Transporter der Diakonie, springen die Jugendlichen auf, bilden eine Kette und laden aus. Sack um Sack, Karton um Karton wird weiter gereicht und auf einem großen Haufen abgelegt. Hier liegen die Sachen, die noch sortiert werden müssen. Auf vielen Kartons stehen Kleidergrößen und der Hinweis, ob für Männer oder Frauen. Auf anderen Kartons fehlen diese Angaben. Sie müssen nachgetragen werden, damit die Verteilung an die Hilfebedürftigen in Syrien später einfacher ist. Hinten in der Halle stapeln sich hunderte Kisten. Sie liegen zum Abtransport bereit.  In ein paar Tagen wird der nächste 40-Tonner beladen und auf die 4.000 km lange Reise geschickt. Fünf bis sechs Tage ist der Laster unterwegs und verbraucht dabei etwa 1.500 Liter Diesel. Er durchquert Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Bulgarien und die Türkei bevor er in Syrien ankommt. Hier werden die Hilfsgüter aus Oldenburg sehnlich erwartet und sofort verteilt.

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