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Mit dem Jahresbericht der Fachstelle Sucht übergibt Kai Kupka die Leitung an Dipl.-Psychologin Barbara Driskell.
Mit dem Jahresbericht der Fachstelle Sucht übergibt Kai Kupka die Leitung an Dipl.-Psychologin Barbara Driskell.

Wechsel in der Fachstelle Sucht Oldenburg

Oldenburg, 28.07.2014 - Nach viereinhalb Jahren übergibt Kai Kupka zum 01.08.2014 die Fachstellenleitung der Diakonie-Suchtberatung an Dipl.-Psychologin Barbara Driskell. Die 61jährige hat sich als Mitarbeiterin des Teams in der Fachstelle und Mitarbeitervertreterin intensiv an der Konsolidierung der Fachstelle beteiligt. Driskell bringt in die Leitungstätigkeit 28 Jahren Erfahrung aus der klinischen und ambulanten Arbeit mit Suchtkranken ein. Kai Kupka tritt wieder verstärkt in die Aufgaben als Referent des Diakonischen Werkes Oldenburg ein. Der 55jährige ist zuständig für die Suchtkrankenarbeit, die Straffälligenhilfe und die Behindertenhilfe.

Fachstelle Sucht legt Bericht vor

Mit einer Suchterkrankung kommt oft schleichend auch soziale Ausgrenzung, erklärt Fachstellen-Leiter Kai Kupka. Umgekehrt könne aber auch soziale Isolation zur Ursache für eine Suchterkrankung werden. Dies Phänomen beobachten die Suchtberater häufiger bei älteren Menschen. Der Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben ist für manche gleichbedeutend mit dem Verlust der meisten sozialen Beziehungen. Einen Trost gibt es: Menschen, die erst spät in eine Abhängigkeitserkrankung geraten, gelingt es oft leichter wieder raus zu kommen. Niemand ist gerne suchtkrank, stellt Kupka fest. Denn die Abhängigkeit führt immer in eine soziale Abwärtsspirale. Aufgabe der Diakonie-Fachstellen ist es, die Abwärtsspirale zu bremsen und dem Betroffenen Auswege zu weisen. Wer Rat sucht, bekommt in der Fachstelle der Diakonie binnen 14 Tagen Hinweise, wie es weiter gehen kann. Zum Beispiel den Kontakt zu passenden Selbsthilfegruppen, oder Termine zur Aufnahme einer ambulanten oder stationäre Behandlung. Bei allem ist das Ziel, dem Betroffenen wieder Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Wer wieder ein Gefühl hat, sozial dabei zu sein oder gebraucht zu werden, der entwickelt Zufriedenheit und erfährt Lebenssinn. Er entwickelt die Kraft, der Krankheit zu widerstehen. Das ist kein leichter Prozess, weiß Kupka, weil er Veränderungen beim Betroffenen voraus setzt. Änderungen aber machen auch Angst, beschreibt Kupka die zwiespältige Situation von Suchtkranken. Selbst wenn sie es selbst unerträglich finden, wie sie selber sind. Deshalb brauchen viele Suchtkranke auch einen gewissen Druck von außen, von ihrer Firma und Kollegen, von Ehefrau und Familie. Auch Führerscheinentzug oder der vom Arzt bestätigte Verfall des Körpers können den Druck erzeugen, den Abhängigkeitskranke brauchen, um zur Suchtberatung zu gehen. Mit etwas Stolz berichtet Kupka, dass mit 1046 Personen etwa 9 % mehr Menschen den Weg in die Fachstelle gefunden haben.  556 davon kamen erstmals in die Oldenburger Fachstelle der Diakonie. Neben 157 Therapiemaßnahmen im Haus wurden fast ebenso viele in andere Behandlungen vermittelt. Bei 327 Betroffenen reichte ein einmalige Beratung zunächst aus.

Besorgt zeigt sich Kupka über die deutliche Zunahme junger Menschen bis 24 Jahren. Bei den Jugendlichen haben vor allem die nicht stofflichen Süchte zugenommen: Computer, Spiel- und Mediensucht nehmen erkennbar zu. Deswegen sei es gut, dass sich die Stadt Oldenburg künftig mit der Finanzierung einer Präventionsfachkraft diesem Problem stelle.  

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