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Dr. Theo Wessel, Geschäftsführer des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe der Diakonie Deutschland (GVS) beim Jubiläum der Fachstelle Sucht im Ammerland.
Dr. Theo Wessel, Geschäftsführer des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe der Diakonie Deutschland (GVS) beim Jubiläum der Fachstelle Sucht im Ammerland.

25 Jahre Fachstelle Sucht im Ammerland

Bad Zwischenahn, 22.11.2013 - Beratungsstelle am Fährweg behandelt 4.731 Patienten in 25 Jahren. Einige sogar mehrmals. Wolfgang Schmitt, Leiter der Fachstelle ist ein wenig stolz auf diese Zahl. Zeigt sie doch, dass er mit seinen Mitarbeitenden viele der Abhängigkeitserkrankten im Ammerland erreicht. Die Zahl ist zugleich Ausdruck der Bekanntheit und Anerkennung bei den gut 118.000 Einwohnern des Landkreises. Vier von fünf Patienten kommen mit einem Alkoholproblem. 1.227 Patienten hat die Fachstelle in eine Rehabilitationsmaßnahme vermittelt. Dr. Theo Wessel, Geschäftsführer des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe der Diakonie Deutschland (GVS) weis um den Erfolg ambulanter Suchtrehabilitation: 87 % der Teilnehmer leben ein Jahr nach der Behandlung abstinent. 12 % davon haben es sogar trotz eines Rückfalls geschafft. Auch bei der Deutschen Rentenversicherung gilt die Behandlung einer Sucht als die erfolgreichste Form Rehabilitation. Ca. 80 % der Teilnehmer nehmen wieder eine Arbeit auf und werden wieder zu Beitragszahlern.
Alkohol ist der größte Problembereich bei den Abhängigkeitserkrankungen berichtet Wesel. In Deutschland sterben 40.000 Menschen pro Jahr infolge von Alkoholmissbrauch. Weitere 1.313 Menschen versterben infolge von Rauschgiftmissbrauch.
Wessel fordert früher in die Behandlung von Suchtkranken einzusteigen. Vor allem Alkoholabhängige werden oft erst spät erreicht. Den ersten Kontakt haben viele im Schnitt mit 27 Jahren zur Suchtberatung. Die Behandlung beginnt im Schnitt aber erst bis zu 12 Jahre später. Viel Zeit zur Chronifizierung des Problems, resümiert Wessel. In der gleichen Zeit haben die Patienten häufig Kontakt zu Ärzten und zu Akutkrankenhäusern. Denn jede zweite Alkoholabhängigkeit geht mit anderen Erkrankungen einher. Von diesen Kontakten sollte häufiger der Impuls zur Alkoholbehandlung ausgehen, plädiert Wessel. Dafür ist der gute Kontakt zwischen Ärzten, Krankenhäusern und der Suchtberatung wichtig. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto früher könnten Patienten den entscheidenden Impuls bekommen.
Schmitt berichtet, dass die meisten Suchtkranken einen Anstoß von außen benötigen, um eine Behandlung zu beginnen. Angehörige und Selbsthilfegruppen werden als Impulsgeber besonders häufig genannt.
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