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959 Ratsuchende bei der Suchtberatung der Diakonie

Fachstelle Sucht in Oldenburg legt Jahresbericht vor

Oldenburg, 23.09.2013 ? Der Bedarf an Beratung und Behandlung wegen einer Abhängigkeitserkrankung ist hoch, berichtet der Leiter der Diakonie-Fachstelle Sucht an der Bloherfelder Straße 7. In der Stadt Oldenburg müsse mit 3.500 Alkoholabhängigen und weiteren 5.000 Menschen gerechnet werden, die Alkohol in gefährlichem Umfang missbräuchlich konsumieren, rechnet Kai Kupka weiter vor. In dieser Situation bedauert er, nicht mehr Beratung und Behandlung anbieten zu können. Zusätzlich braucht es in einer Stadt wie Oldenburg unbedingt eine Präventionsfachkraft, fordert Kupka.
662 Männer und 297 Frauen haben sich im vergangenen Jahr Rat und Unterstützung in der Fachstelle der Diakonie geholt. 135 Personen haben das Angebot einer ambulanten Behandlung in der Fachstelle genutzt. Sie sind mehrmals wöchentlich zu Einzelgesprächen, Gruppentherapie oder Fachvorträgen in die Fachstelle gekommen. Sie schaffen es, abstinent zu bleiben, obwohl sie in den Alltagsbezügen geblieben sind, in denen sich die Suchtkrankheit entwickelt hat. Andere Ratsuchende sind nicht so stark, erläutert Therapeutin Marianne Möck. Da steht dann die Vermittlung in eine Fachklinik im Vordergrund der Beratung. Allen Abhängigkeitskranken gemeinsam ist, dass sie sich eingestehen müssen, krank zu sein. Wer den Willen entwickelt, künftig abstinent zu leben, hat gute Chancen, es zu schaffen. Suchttherapien haben eine Erfolgsquote über 80%, weiß die Deutsche Rentenversicherung. Zwei Drittel der Ratsuchenden kommen mit dem Problem Alkohol. Der Großteil ist im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Die Suchtproblematik entwickelt sich langsam, manchmal über Jahre, erläutert Kupka. Viele brauchen dann einen Anstoß von außen, damit sie in die Fachstelle kommen. Das kann der Verlust des Arbeitsplatzes oder des Führerscheines, das Ende einer Partnerschaft oder ein körperlicher Zusammenbruch sein.
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