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An die Pflege denken

"So tut nun Buße und bekehrt euch," mahnt Paulus in der Apostelgeschichte. Seine Sprache mag ungewohnt sein, seine Forderung hat an Aktualität nichts verloren. Die Satten ermahnt er, an die Hungrigen zu denken, die Reichen, sich derjenigen zu erinnern, die weniger haben.

Die Lebensqualität einer Region entscheidet sich auch in Wahlzeiten nicht an Luxusfragen wie ob und welche neuen Straßen und Wege oder neuen Baugebiete ausgeschrieben werden. Die Lebensqualität einer Region entscheidet sich auch dran, welche Antworten auf drängende soziale Fragen gefunden werden. Deswegen müssen sich die Kandidaten zur Bundestagswahl auch fragen lassen, wie unsere Gesellschaft künftig mit ihren Alten umgehen soll, erklärt Diakonie-Vorstand Uwe K. Kollmann im Wort zum Sonntag der NWZ.

Wenn Angehörige mit einem so geringen Pflegegeld ausgestattet werden, dass sie sich kaum Entlastung leisten können, ist Überforderung vorprogrammiert. Denn Angehörige zu pflegen, braucht Kraft, Zeit und viele Unterstützer. Alleine ist es nicht zu schaffen. Pflege strengt körperlich, seelisch und psychisch an. Neben Beratungsangeboten und Pflegekursen brauchen Angehörige ein Gesetz zur Familienpflegezeit und Lohnfortzahlung. Damit Pflege und Beruf vereinbar werden.

Auch wenn die Gütergemeinschaft der Urgemeinde für uns kein Lebensmodell ist, so bleibt der Hinweis, dass das Leben von Menschen ein soziales und deswegen aufeinander bezogen ist. Im Kleinen, wenn sich Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen Menschen mit guter und würdevoller Pflege zuwenden. Und im Großen: Denn Beschäftigte, die ihre Verantwortung für andere ernst nehmen, brauchen bessere Arbeitsbedingungen statt mehr Bürokratie. Deswegen fordern Kirche und Diakonie, die Maßstäbe für Pflege neu festzulegen und verlässlich zu finanzieren.

Das Maß für jede Pflege und Unterstützung kann nur durch die Menschen vorgegeben werden, die sie brauchen. Ihre Bedürfnisse nach Zuwendung, Unterstützung und Spiritualität sind entscheidend. Der Umfang für die Pflege des Körpers und die Wünsche nach Selbstbestimmung müssen aufeinander bezogen werden. Das verlangt die Achtung vor dem Anderen.

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