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Schuldnerberatung Cloppenburg

Cloppenburg, 20.02.2013 - Die Schuldnerberatung der Diakonie in Cloppenburg hat im vergangenen Jahr 475 Ratsuchende unterstützt. Die Mehrzahl der Beratungen kann nach bis zu fünf Terminen abgeschlossen werden. In komplexen Fällen können aber auch deutlich mehr als 10 Beratungstermine nötig werden, erklärt Hans-Jürgen Hoffmann. Zwar sind die meisten ratsuchenden Haushaltsvorstände zwischen 20 und 40 Jahren. Im Schnitt werden die Betroffenen aber jünger, beobachtet die Diakonie mit Sorge. Neben Arbeitslo-sigkeit (120) führen Ehescheidungen und Trennung (115) am häufigsten zu einer Situation der Überschuldung. Aber auch eine gescheiterte Selbständigkeit (78) und Verlust der Ge-sundheit (63) können zu Verschuldung führen. Bei zweidrittel der Ratsuchenden bleibt die Zahl der Gläubiger mit bis zu zehn überschaubar. Beim übrigen Drittel kann die Zahl der Gläubiger auf über 50 anwachsen. Höchste beobachtete Gesamtverschuldung lag bei 212.000 Euro. Durch die Kontinuität der Schuldnerberatung hat sich eine enge Zusam-menarbeit mit anderen Institutionen wie Jobcenter, Amtsgericht, Gerichtsvollziehern, Banken und Sparkassen, Anwälten und anderen Beratungsdiensten entwickelt. Vieles kann auf kurzem Wege geklärt werden. Das wirkt sich positiv auf den Beratungsprozess aus. Schuldnerberatung ist, so berichtet Hoffmann, schon lange keine reine Finanzbera-tung mehr. Soziale Beratung und Begleitung gewinnt immer mehr an Bedeutung: Anträge auf finanzielle Unterstützungsleistungen, Gespräche mit Vermietern und Arbeitgebern, Seelsorge und lebenspraktische Hilfen sind wichtiger Bestandteil diakonischer Schuldner-beratung.

Betroffene haben seit 2010 die Möglichkeit, ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto wandeln zu lassen. Es schütz Familie vor der Pfändung eines zum Leben notwendigen Grundfreibetrages. Die dafür notwenige Bescheinigung führt viele Ratsuchende in die Schuldnerberatung. Die Einrichtung von sogenannten P-Konten hat sich nach Ansicht der Diakonie bewährt. Familien haben die Sicherheit eines Existenzminimums und ein Mehr an Lebensqualität. Das wirkt sich positiv auf den Beratungsprozess aus.

Gerne würde Hoffmann die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit verstärken und Ehren-amtliche gewinnen, die die Familien nach erfolgreicher Schuldenregulierung bei ihren Fi-nanzen begleiten und beraten.

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