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Diakonie plädiert für soziale Stromtarife

Elektrisches Licht und eine warme Wohnung dürfen nicht zum Luxusgut werden!
Oldenburg, 08.11.2012 ? Die Diakonische Konferenz hat gefordert, die Energiepreisentwicklung bei der Berechnung von Hartz IV-Regelsätzen und anderer Grundsicherungsleistungen zu berücksichtigen. Solange die Regelsätze noch nicht angepasst sind, hofft die Diakonie auf das Entgegenkommen der Energieversorgungsunternehmen. Sie sollen einkommensschwachen Haushalten mit Sozialtarifen entgegenkommen. Aus der Beratungsarbeit weiß die Diakonie, dass Harz IV-Empfänger durch Energiekosten besonders stark belastet sind: sie leben oft in Wohnungen, die zwar günstiger, dafür aber oft schlechter gedämmt sind als andere. Auch werden meist ältere Haushaltselektrogeräten mit deutlich höherem Energieverbrauch genutzt. Für diesen Energiebedarf sind die Sätze in der Grundsicherung zu gering veranschlagt. In der Folge wachsen in vielen Haushalten die Schulden für Strom und Gaslieferungen. Spätestens mit der Jahresschlussrechnung drohen Nachforderungen, die Betroffene massiv unter Druck setzen. Diese Energie-Schulden werden von den Jobcentern nicht oder nur zögerlich übernommen, so die Erfahrung von Schuldnerberatungsstellen der Diakonie. Viel zu oft bedarf es für Absprachen zur Schuldenregulierung die Hilfe von Rechtsanwälten. Strom- und Gassperren in den Wohnungen von Leistungsberechtigten werden in Kauf genommen. Deswegen mahnt die Diakonische Konferenz bei den Inkassobüros von Energieversorgen eine höhere Akzeptanz für Ratenzahlungsvorschläge an, die im Rahmen der allgemeinen Sozialberatung der Diakonie eingebracht werden. Energieversorger und der Wohnungsbaugesellschaften können einkommensschwachen Haushalten mit Projekten zur Energieeinsparung sehr helfen.Im gesamten Oldenburger Land nimmt die Zahl der Menschen drastisch zu, die mit erheblichen Rückständen für Gas- und Stromkosten um Rat und Hilfe nachsuchen. Häufig kann dann nur noch ein Darlehen der Diakonie die Energiesperre für den betroffenen Haushalt verhindern oder wieder aufheben. Mit Besorgnis sieht die Diakonische Konferenz, dass das wirtschaftliche Risiko dabei auf die Diakonie verlagert wird.
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