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(v.l.) Fachstellenleiter Kai Kupka, Doris Kerstein und Hauke Holm stellen den Jahresbericht 2011 der Diakonie-Fachstelle Sucht in Oldenburg vor.
(v.l.) Fachstellenleiter Kai Kupka, Doris Kerstein und Hauke Holm stellen den Jahresbericht 2011 der Diakonie-Fachstelle Sucht in Oldenburg vor.

Jahresbericht Fachstelle Sucht Oldenburg

Fachstelle der Diakonie legt Jahresbericht vor

Oldenburg, 14.08.2012
- ?In Niedersachsen gab es 2010 noch 59 Brauereien mit einem Bierausstoß von 12,2 Millionen Hektolitern.? 12,2 Millionen Hektoliter. Das entspricht 107 Liter pro Kopf. Gleichzeitig blüht das Geschäft mit Wodka, den Jugendliche gern als Basis für süße Mixgetränke nutzen. Fast die Hälfte aller 16 und 17jährigen kennt sich mit Alkohol-Rausch schon aus, davon ein Viertel betrinkt sich regelmäßig. Party ohne Rausch scheint unsinnig, Kotzen wird zur Heldentat. "Saufen bis der Arzt kommt" ist fast wörtlich zu nehmen, bedauert Kai Kupka, Leiter der Fachstelle Sucht in Oldenburg und warnt: "Die hohe Zahl von Jugendlichen, die allwöchentlich mit Alkoholvergiftung in die Notaufnahme eingeliefert werden, muss alarmieren!" Alkoholwerbung verlagert sich auch ins Internet, stellt der Referent für Suchtkrankenhilfe fest. Positioniert gleich neben Facebook. Jugendliche sind für die Alkoholindustrie nicht nur die Kunden von morgen. Um die 500 Millionen Euro werden in Deutschland jährlich für Alkohol-Werbung ausgegeben. Für Prävention wird nicht annähernd soviel getan. Dabei wäre es so nötig und effektiv. Gerade bei Jugendlichen, weiß Kupka aus wissenschaftlichen Untersuchungen. Zwei Wege versprechen den meisten Erfolg: Alkohol verteuern und Jugendliche stärken. Denn dann brauchen sie keinen Rausch. Jugendliche brauchen Aufklärung, um Schutzwissen zu erwerben und einen vernünftigen Umgang zu lernen. Dazu bräuchte es Hilfe- und Präventionsnetze in der Stadt, die frühzeitig intervenieren können.
1088 Betroffene wurden 2011 von den Fachkräften der Diakonie-Fachstelle Sucht betreut. Das sind 10% mehr als im Vorjahr, rechnet Kupka vor, die von den Mitarbeitenden in der Fachstelle betreut werden. "Mit offenem Herz und kühlem Kopf" unterstützen sie die Betroffenen in Ihrem Wunsch, vom Suchtmittel los zu kommen. Zwei Drittel der Betroffenen sind männlich und über 35 Jahre alt. Es dauert lange, ehe Betroffene oder Angehörige den Mut finden sich Hilfe zu holen, erläutert der Suchtprofi. Sie haben eine lange schmerzliche Entwicklung zur manifesten Erkrankung hinter sich.
Vollständiger Bericht auch unter:
www.suchtberatung-oldenburg.de
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