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Peter Thon (v.li.) und Sabine Behrens vom Landkreis Oldenburg mit Jürgen Schlieckau von der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik bei der Vorstellung der Kooperationsvereinbarung vor der Fachklinik in Ahlhorn.
Peter Thon (v.li.) und Sabine Behrens vom Landkreis Oldenburg mit Jürgen Schlieckau von der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik bei der Vorstellung der Kooperationsvereinbarung vor der Fachklinik in Ahlhorn.

Abhängigkeitskranke Jugendliche brauchen Unterstützung

Kooperationsvereinbarung zwischen Fachklinik der Diakonie und Jobcenter verbessert Arbeitsmarktintegration

Ahlhorn, 05.07.2016 - Jeder fünfte Jugendliche, so die Erfahrung vieler Jobcenter, ist vorbelastet: Essstörungen, Bewegungsmangel und Suchtverhalten beeinträchtigen den Einstieg ins Berufsleben. Deswegen freut sich Sabine Behrens, Leiterin des Bereichs Arbeitsmarktintegration im Bereich des Jobcenter Landkreis Oldenburg, über die Initiative der Diakonie. Die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik war auf den Landkreis zugegangen, um die Zusammenarbeit zwischen Kreisen und Fachklinik auf eine neue Basis zu stellen. Während der Therapie der Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren zielen therapeutische Maßnahmen auf die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, erklärt Jürgen Schlieckau, pädagogischer Leiter der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik. Bei unter 18jährigen steht die schulische Bildung im Vordergrund. Bei älteren Jugendlichen dient die Therapie oft dazu, Fähigkeiten zu trainieren, die für ein Erwerbsleben grundlegend sind wie Pünktlichkeit, Regelmäßigkeit und Ausdauer. Jugendliche, die viele Misserfolgserfahrungen gesammelt haben, brauchen in der Therapie und beim Einstieg ins Berufs- und Erwerbsleben Unterstützung. Das gelingt um so besser, je früher die verschiedenen betreuenden Stellen einbezogen werden, weiß Schlieckau. Mit der Kooperationsvereinbarung haben wir neue Wege für den Übergang von der Therapie zur Arbeitsmarktintegration vereinbart. Schon im ersten Drittel der Therapie stellt die Klinik den Kontakt zwischen Patient und Jobcenter her. Weitere Gespräche zum Ende der sechsmonatigen Therapie folgen. Durch eine Entbindung von der Schweigepflicht sorgt der Patient dafür, das Jobcenter und Klinik Informationen austauschen können und ein auf die individuellen Bedürfnisse des Klienten abgestimmtes Programm entwickeln können. 
Die abhängigkeitskranken Jugendlichen bekommen ein Gefühl der Stabilität und Sicherheit, die den Einstieg ins Berufsleben erleichtert. Spätestens zwei Monate vor der Entlassung steht der Kontakt zum Jobcenter, wenn der Patient mit dem einem Betreuer in die Agentur kommt. Gemeinsam mit dem Jugendlichen kann dann entwickelt werden, welche Förderung sinnvoll ist, erklärt Behrens. Ob Einstiegsqualifizierung, Arbeitsgelegenheit oder gleich ein Ausbildungsplatz. Die Vereinbarung mit dem Landkreis Oldenburg dient als Muster für die Übergabe von Jugendlichen aus anderen Kreisen und Kommunen. Denn die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik wird aus dem ganzen Bundesgebiet belegt.

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