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Damit habe ich nicht gerechnet

Elisabeth Laarmann macht gute Erfahrungen beim Freiwilligendienst in der Diakonie

Oldenburg, 09.02.2017 - Elisabeth Laarmann (21) macht einen Freiwilligendienst im Seniorenwohnheim der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg. Vorher hat Laarmann ein Jahr Chemie und Philosophie studiert. Jetzt will sie noch einmal neu überlegen, wo es beruflich hingehen soll. Diakonie-Freiwilligenkoordinatorin Fenni Lambers hat ihr die Stelle im Wohnheim am Ludwig-Quidde-Weg empfohlen. Erst, so gesteht Laarmann, war sie ganz schön unsicher. Schon nach dem ersten Gespräch in der Einrichtung änderte sich das. Allein ihren Tagesablauf musste die Frühaufsteherin etwas umstellen. Dienstbeginn ist 14 Uhr, Ende 21 Uhr. Und zweimal im Monat auch am Wochenende. Schnell hat sie gemerkt, welche Vorteile das hat: Wenn es mit Freunden mal etwas später wird, kann man am nächsten Tag ausschlafen. Außerdem kann man vormittags vieles erledigen, wofür man bei gewöhnlichen Arbeitszeiten frei nehmen oder gut planen muss. Inzwischen sind ihr auch die Menschen mit Beeinträchtigungen richtig ans Herz gewachsen. Verblüfft stell sie immer wieder fest, wie viel Lebensweisheit und Zufriedenheit sie haben. Als es am Anfang mit dem Überziehen von Stützstrümpfen mal nicht so klappen wollte, tröstete die Seniorin: Lass Dir ruhig Zeit. Das ist am Anfang immer so. Man muss erst lernen, wie es geht. Diese freundliche entgegenkommende Art der Bewohner hat dazu geführt, das Laarmann jeden Tag gerne zur Arbeit kommt. Selbst wenn mal Unangenehmeres zu tun ist. „Ich gehe jeden Abend mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause. Damit habe ich nicht gerechnet.“

Also überlegt Elisabeth Laarmann nun, ob sie die Ausbildung zur Altenpflegerin machen sollte. Unversehens wandelt sich das Gespräch zur Berufsberatung. Altenpflege ist eine duale Ausbildung mit Zeiten in der Pflegeschule und Praxiszeiten im Ausbildungbetrieb. In der Ev. Altenpflegeschule findet ein Teil der Ausbildung in der ambulanten und stationären Pflege, ein anderer Teil im Krankenhaus statt. Damit wird die künftige Vereinheitlichung der Pflegeberufe vorweg genommen. Die Schüler haben dadurch noch mehr Möglichkeiten. Elisabeth Laarmann will sich später vielleicht zur Heilpädagogin weiterbilden. Daneben gibt es aber auch andere Möglichkeiten des beruflichen Aufstieges.

Im Freiwilligendienst gibt es eine pädagogische Begleitung. An 25 Bildungstagen werden die Erfahrungen aus der Arbeit reflektiert. Gut die Hälfte der Freiwilligen geht anschließend in den sozialen Bereich. Der Freiwilligendienst trägt zur Klärung der eigenen Berufsentscheidung bei. „Selbst wenn unsere Freiwilligen später etwas völlig anderes machen, gehen sie mit Erfahrungen, die viel zur Charakterbildung beitragen,“ weiß Lambers.

Elisabeth Laarmann hilft bei Pflege und Betreuung, begleitet die Senioren zur Schwimmgymnastik und geht mit ihnen einkaufen. Zusammengefasst: Sie unterstützt die Menschen bei der Gestaltung ihres Alltages.

Mehr als 200 Stellen besetzt die Diakonie jedes Jahr im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD). Für die Freiwilligen ist der Unterschied nicht spürbar. Sie erhalten Taschen- und Verpflegungsgeld. Auch bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen. Manche Einrichtungen stellen aber auch eine Unterkunft zur Verfügung. Die Teilnehmenden sind gesetzlich kranken-, renten-, arbeitslosen- und unfallversichert. www.freiwilligendienste-ol.de

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