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Lindenhof Hude - Jugendgruppe

Leistungsbereich stationäre Wohngruppen (9 Plätze)

Die Jugendgruppe bietet jungen Menschen ihrer Altersgruppe über längere Zeit einen kontinuierlichen Rahmen für die Bearbeitung ihrer individuellen Entwicklungsaufgaben.

Zielgruppe / Fachliche Ausrichtung / Ziele
Die Jugendgruppe ist konzeptionell ausgerichtet für Jungen und Mädchen von 13-17 Jahren.

Für sie ist eine erzieherische Hilfe in einer stationären Wohngruppe aufgrund ihrer Problembelastung im Herkunftsmilieu, ihren Auffälligkeiten im sozialen Verhalten, ihren Entwicklungsverzögerungen und / oder ihren psychischen Störungsbildern notwendig und geeignet.

Auf der Grundlage eines geregelten, strukturierten und dem Alter entsprechenden Alltags in der Gruppe werden die BewohnerInnen in tragfähigen und annehmenden Beziehungen in ihrer Entwicklung gefördert und unterstützt. In der Hilfeplanung gem. § 36 KJHG werden die individuellen Erziehungsziele und -aufträge erarbeitet. Das konkrete pädagogische Handeln der Gruppen orientiert sich an gruppenpädagogischen, systemischen und familienorientierten Ansätzen.

Merkmale und Ziele unserer Arbeit sind:

  • Strukturierung des Alltags der BewohnerInnen,
  • Entfaltung der Persönlichkeit,
  • Überwindung von Störungen und Entwicklungsdefiziten,
  • Entlastung der Familien,
  • Unterstützung des familiären Umfelds,
  • Entwicklung der Erziehungskompetenzen in der Familie,
  • Schulische Integration und das Erlangen von Schulabschlüssen,
  • Integration in das gesellschaftliche Leben,
  • Rückkehr in die Familie,
  • Begleitung in eine selbstständige und eigenverantwortliche Lebensführung,
  • Fortsetzung der Hilfe in weiterführenden Hilfeformen.


Aufnahmekriterien / Problembereiche
Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Auffälligkeiten im sozialen Verhalten, traumatischen Erfahrungen, Entwicklungsverzögerungen und psychischen Störungen.

Methodische Grundlagen und Alltagstrukturen
Eine wesentliche methodische Grundlage der Arbeit ist ein geregelter, strukturierter und altersspezifischer Alltag in der Gruppe. Er ist geprägt von den gemeinsamen Mahlzeiten, dem Schul- oder Arbeitsbesuch und der Hausaufgabenbetreuung, sowie den Aktivitäten und Unternehmungen in der Freizeit. Einzelförderung, Familiengespräche, Einzelgespräche und auch Gruppengespräche/ -unternehmungen ergänzen den Alltag.
Einfache, klare und überschaubare Absprachen und Verabredungen regeln das Zusammenleben. Die gemeinsamen Mahlzeiten sorgen u.a. für eine gemeinschaftliche Atmosphäre. Mit der Herstellung von Alltagsnormalität wird einerseits die Grundversorgung sichergestellt und gleichzeitig Raum geboten für Gespräche, Anteilnahme, Spiel- und Freizeitangebote usw. Mit Elementen der Heil-, Spiel-, Gruppen- und Freizeitpädagogik fördern wir die Persönlichkeitsentwicklung. Unsere schulischen Hilfen greifen die schulischen Kompetenzen und Defizite der Kinder und Jugendlichen gleichermaßen auf.

An den Wochenenden und in den Ferien fahren die BewohnerInnen in verbindlich verabredeten Zeiträumen und Intervallen in ihre Familie. Die BewohnerInnen, die in der Einrichtung verbleiben, werden im Rahmen der Wochenend- und Ferienbetreuung betreut.

Das konkrete pädagogische Handeln orientiert sich an systemischen, gruppenpädagogischen, heilpädagogischen und freizeitpädagogischen Inhalten. In kollegialer Beratung, Supervision und psychologischer Beratung werden die Entwicklungsprozesse der Bewohner reflektiert und Ziele bestimmt.

Eltern- und Familienarbeit
Die Eltern- und Familienarbeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Konzeptes. Die Familienberatung wird von zwei pädagogischen Fachkräften durchgeführt. Nach Möglichkeit in der Einrichtung, aber auch in der Familie, wird alle vier Wochen mit der Familie ein Gespräch geführt, in dem die Erziehungsziele im Mittelpunkt stehen.
Thematisch geht es in der Eltern- und Familienarbeit u.a. um die Beratung zur Förderung der Erziehungskompetenzen in der Familie sowie um Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge.
Die Herkunftsfamilien werden konsequent innerhalb ihrer Möglichkeiten an der Hilfe zur Erziehung beteiligt und in ihrem Teil der Verantwortung unterstützt und gestärkt. Die Arbeitsgrundlage wird in der Hilfeplanung (§36 KJHG) festgelegt. 
Die Zielsetzungen und Vorgehensweisen sind Grundlage einer Betreuungsvereinbarung, die von allen Beteiligten verabredet wird. Zur Eltern- und Familienarbeit gehören auch die vielfältigen situationsabhängigen Alltagskontakte wie z.B. informelle Gespräche, Telefonate und Absprachen, Hausbesuche, die Beteiligung der Eltern bei gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen, alltagspraktische Hilfen, Tipps und Anregungen, Vermittlung externer Beratungs- und Therapieangebote.

Schulische Förderung
Die Kinder und Jugendlichen besuchen öffentliche Schulen, Ausbildungsstätten und Betriebe im Umfeld der Einrichtung. 
In unserem Konzept sind verschiedene Hilfesysteme verankert um die schulische und berufliche Förderung umzusetzen:

  • täglichen Hausaufgabenbetreuung
  • Begleitung und Beratung der Eltern in schulischen und beruflichen Fragen
  • enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen und Ausbildungsstätten
  • konkrete Hilfen bei Bewerbungen
  • Lehrer u. Elterngespräche
  • Praktika und Nebenjobs in ortsansässigen Betrieben zur Erkundung der Berufswelt
  • Besondere Einzelmaßnahmen zur Reintegration ins normale Schulsystem (als Sonderleistung nicht im Pflegesatz)
  • Begleitung in die Schulen (als Sonderleistung nicht im Pflegesatz)
  • Externe Diagnostik und Testverfahren

Freizeitpädagogik
Zur Freizeitgestaltung können von den Kindern und Jugendlichen folgende Angebote genutzt werden:
Großes Außengelände, Bolzplatz, Basketballkorb, Musikhalle (umgewidmetes Schwimmbad), Werkhütte / Blockhaus, Garten, Tischtennis, Kicker, Kettcars, Video, Foto, Fernsehen usw., 
Begleiteter Internetzugang / begleitete Computernutzung.
Außerdem werden unseren BewohnerInnen u.a. angeboten:
Unternehmungen ins Kino oder Schwimmbad, Integration in das Huder Vereinsleben, die Feuerwehr, das THW, Besuch des Jugendzentrums „Kulturhof“, Ausrichtung und Teilnahme an regionalen Fußballturnieren für Jugendeinrichtungen, Medienangebote, Gartenarbeit, Gartengestaltung, Basteln und Werken, Mitarbeit auf Bauern- und Pferdehöfen.
In den Sommerferien unternimmt die Jugendgruppe eine Ferienfahrt über 7-10 Tage.

Betreuungszeiten
Die pädagogischen Kräfte arbeiten im Schichtdienst. Die Einrichtung ist ganzjährig geöffnet. Während der pädagogischen Kernzeit (Montag bis Donnerstag von 12.30 Uhr bis 20.00 Uhr) sind 2 BetreuerInnen in der Jugendgruppe tätig. Grundsätzlich sind die Gruppen bei Anwesenheit der Kinder immer mit einer pädagogischen Fachkraft besetzt. Aufgrund der familienausgerichteten Konzeption und den damit verbundenen Familienheimfahrten vieler BewohnerInnen wird am Wochenende und in den Ferien teamübergreifend in den zwei Wohngruppen des Lindenhofes zusammengearbeitet.

Die Wochenenden werden durch zwei Fachkräfte des Hauses abgedeckt.

Die Zeit von 22.30 Uhr bis 6.00 Uhr (an Wochenenden und in den Ferien von 23.00 bis 8.00 Uhr) gilt als Nachtbereitschaft. 
Diese wird von einer/m pädagogischen MitarbeiterInnen im Haus gewährleistet und zusätzlich vergütet.

 

Pädagogisches Gesamtteam:

  • Team Jugendgruppe
  • Stationäre Kleinwohngruppen stellen:
    1 Nachtbereitschaften pro Nacht von So.-Do. sowie
    2 Wochenenddienste je Fr.+Sa.

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