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Lindenhof Hude - Kleinwohngruppe für Jugendliche und junge Erwachsene

Stationäre Kleinwohngruppen für Jugendliche u. junge Erwachsene 
(2 Gruppen mit 4 und 2 Plätzen)

Auf der Grundlage der Erfahrungen unserer stationären pädagogischen Arbeit  haben wir in Kooperation mit den örtlichen Jugendämtern das Hilfeangebot „Stationäre Kleinwohngruppen für Jugendliche u. junge Erwachsene“ entwickelt.

Folgende Ausgangslagen haben wir in die Konzeption eingearbeitet:

  • Jugendliche ab 16 werden zunehmend ambulant betreut.
  • Die Jugendlichen, für die eine stationäre Wohnform ab 16 Jahre notwendig und geeignet ist haben oft einen größeren Betreuungsbedarf. Ein engerer Beziehungs- und Strukturrahmen ist für einen begrenzten Zeitraum notwendig.
  • Zu einer gelingenden Verselbstständigung ist die Berücksichtigung und Einbeziehung vorhandener Familienbindungen weiterhin ein wichtiges Element.
  • Für Jugendliche ab 14 Jahren mit besonderen Störungsbildern stellt eine normale Wohngruppe mit 9 Plätzen eine Überforderung dar.
  • Jugendliche aus der Jugendgruppe, die nicht in ihre Familie zurückkehren, benötigen eine altersspezifische Wohnform als Zwischenschritt in die Selbstständigkeit
  • Kleinwohngruppen können sich flexibler auf veränderte Bedarfssituationen der BewohnerInnen einstellen.
  • Beschleunigte Neuaufnahmen von Jugendlichen in kritischen Lebenslagen lassen sich in einer Kleinwohngruppe besser realisieren.

Zielgruppe / Fachliche Ausrichtung / Ziele

  • Verselbstständigungseinheit für Jugendliche / junge Erwachsene ab 16 Jahren (2 Plätze) unter Berücksichtigung und Einbeziehung vorhandener Familienbindungen
  • Kleinwohngruppe für Jugendliche ab 14 Jahre. (4 Plätze)

Aufgenommen werden Jugendliche/ junge Erwachsene

  • aus der Jugendgruppe, die sich verselbstständigen möchten/ müssen
  • aus der Kinder- und Jugendgruppe, für die sich ein größeres Gruppenangebot als Überforderung herausstellt
  • von außen, für die eine Kleinwohngruppe geeignet oder notwendig ist
  • von außen, die zunächst einen kleineren Beziehungsrahmen als Integrations-/ Vorstufe für die Kinder- und Jugendgruppe benötigen
  • von außen, die als Vorstufe für das eigenständige Leben in einer Wohnung ein enges Trainingsfeld benötigen.


Der Rahmen der Kleinwohngruppen bietet verstärkt die Möglichkeit gruppenpädagogisch, systemisch und familienorientiert zu arbeiten. In der Verselbstständigungseinheit rückt ein individualpädagogisch orientierter Ansatz in den Vordergrund.
Im Konzept geht es darum, realistische Lebens- und Experimentierfelder anzubieten. Die Kleinwohngruppe ist ein Lern- und Übungsfeld zur Entwicklung sozialen Verhaltens und fördert die Aneignung von alltagspraktischen Fähigkeiten wie Selbstversorgung und Umgang mit Finanzmitteln. Eine schulische und berufliche Perspektive wird entwickelt und aufgebaut.

Merkmale und Ziele unserer Arbeit sind:

  • Strukturierung des Alltags der BewohnerInnen,
  • Entfaltung der Persönlichkeit,
  • Überwindung von Störungen und Entwicklungsdefiziten,
  • Entlastung der Familien,
  • Unterstützung des familiären Umfeldes,
  • Entwicklung der Erziehungskompetenzen in der Familie,
  • Schulische Integration und das Erlangen von Schulabschlüssen,
  • Integration in das gesellschaftliche Leben,
  • Rückkehr in die Familie,
  • Begleitung in eine selbstständige und eigenverantwortliche Lebensführung,
  • Fortsetzung der Hilfe in weiterführenden Hilfeformen.


Aufnahmekriterien / Problembereiche
Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Auffälligkeiten im sozialen Verhalten, traumatischen Erfahrungen, Entwicklungsverzögerungen und psychischen Störungen.


Methodische Grundlagen und Alltagstrukturen
Eine wesentliche Grundlage der Arbeit ist ein geregelter, strukturierter und altersspezifischer Alltag in der Kleinwohngruppe. Er ist geprägt von den gemeinsamen Mahlzeiten, dem Schul- oder Arbeitsbesuch und der Hausaufgabenbetreuung/-zeit, sowie den Aktivitäten und Unternehmungen in der Freizeit.
Einzelförderung, Familiengespräche, Einzelgespräche und auch Gruppengespräche/ -unternehmungen ergänzen den Alltag. Einfache, klare und überschaubare Absprachen und Verabredungen regeln das Zusammenleben. Die gemeinsamen Mahlzeiten sorgen u.a. für eine familiäre und/oder gemeinschaftliche Atmosphäre. Mit der Herstellung von Alltagsnormalität wird einerseits die Grundversorgung sichergestellt und gleichzeitig Raum geboten für Gespräche, Anteilnahme, Spiel- und Freizeitangebote usw.. Die Regeln des Zusammenlebens werden in der Verselbstständigungseinheit, innerhalb von Vorgaben, eigenverantwortlich ausgehandelt.
Mit Elementen der Heil-, Spiel-, Gruppen- und Freizeitpädagogik fördern wir die Persönlichkeitsentwicklung. Unsere schulischen Hilfen greifen die schulischen Kompetenzen und Defizite der Jugendlichen/ jungen Erwachsenen gleichermaßen auf. An den Wochenenden und in den Ferien fahren die BewohnerInnen, soweit möglich, in verbindlich verabredeten Zeiträumen und Intervallen zu ihrer Familie. Die BewohnerInnen, die in der Einrichtung verbleiben, werden im Rahmen der Wochenend- und Ferienbetreuung betreut. Das konkrete pädagogische Handeln orientiert sich an systemischen, gruppenpädagogischen, heilpädagogischen und freizeitpädagogischen Inhalten. In kollegialer Beratung, Supervision und psychologischer Beratung werden die Entwicklungsprozesse der Bewohner reflektiert und Ziele bestimmt.

Eltern- und Familienarbeit
Die Eltern- und Familienarbeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Konzeptes.
Die Familienberatung wird von zwei pädagogischen Fachkräften durchgeführt. Nach Möglichkeit in der Einrichtung, aber auch in der Familie, wird alle vier Wochen mit der Familie ein Gespräch geführt, in dem die Erziehungsziele im Mittelpunkt stehen.
Thematisch geht es in der Eltern- und Familienarbeit u.a. um die Beratung zur Förderung der Erziehungskompetenzen in der Familie sowie um Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge.
Die Herkunftsfamilien werden konsequent innerhalb ihrer Möglichkeiten an der Hilfe zur Erziehung beteiligt und in ihrem Teil der Verantwortung unterstützt und gestärkt. Die Arbeitsgrundlage wird in der Hilfeplanung (§ 36 KJHG) festgelegt. Die Zielsetzungen und Vorgehensweisen sind Grundlage einer Betreuungsvereinbarung, die von allen Beteiligten verabredet wird. Zur Eltern- und Familienarbeit gehören auch die vielfältigen situationsabhängigen Alltagskontakte wie z.B. informelle Gespräche, Telefonate und Absprachen, Hausbesuche, die Beteiligung der Eltern bei gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen, alltagspraktische Hilfen, Tipps und Anregungen, Vermittlung externer Beratungs- und Therapieangebote.

Schulische Förderung

Die Kinder und Jugendlichen besuchen öffentliche Schulen, Ausbildungsstätten und Betriebe im Umfeld der Einrichtung. In unserem Konzept sind verschiedene Hilfesysteme verankert um die schulische und berufliche Förderung umzusetzen:

  • täglichen Hausaufgabenbetreuung
  • Begleitung und Beratung der Eltern in schulischen und beruflichen Fragen
  • enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen und Ausbildungsstätten
  • konkrete Hilfen bei Bewerbungen
  • Lehrer u. Elterngespräche
  • Praktika und Nebenjobs in ortsansässigen Betrieben zur Erkundung der Berufswelt
  • Besondere Einzelmaßnahmen zur Reintegration ins normale Schulsystem (als Sonderleistung nicht im Pflegesatz)
  • Begleitung in die Schulen (als Sonderleistung nicht im Pflegesatz)
  • Externe Diagnostik und Testverfahren

Eine Lehrkraft (6 Std./Woche außerhalb der Schulferien) steht den Gruppen zur Erarbeitung und Durchführung von Einzelförderung zur Verfügung. Weiterhin berät sie die MitarbeiterInnen hinsichtlich der täglichen Hausaufgabenbetreuung.

Freizeitpädagogik
Zur Freizeitgestaltung können von den Kindern und Jugendlichen folgende Angebote genutzt werden:
Großes Außengelände, Bolzplatz, Basketballkorb, Musikhalle (umgewidmetes Schwimmbad), Werkhütte / Blockhaus, Gewächshaus / Gemüsegarten, Tischtennis, Billard, Kicker, Kettcars, Video, Foto, Fernsehen usw., Begleiteter Internetzugang / begleitete Computernutzung.
Einmal in der Woche bietet unser Musikpädagoge (4,5 Stunden/ Woche außerhalb der Ferien) den BewohnerInnen die Möglichkeit, sich musikalisch auszudrücken oder ein Instrument spielen zu lernen. Außerdem werden unseren BewohnerInnen u.a. angeboten:
Unternehmungen ins Kino oder Schwimmbad, Integration in das Huder Vereinsleben, die Feuerwehr, das THW, Besuch des Jugendzentrums „Kulturhof“, Ausrichtung und Teilnahme an regionalen Fußballturnieren für Jugendeinrichtungen, Medienangebote, Gartenarbeit, Gartengestaltung, Basteln und Werken, Mitarbeit auf Bauern- und Pferdehöfen. In den Sommerferien unternehmen beide Gruppen eine Ferienfahrt über 12 - 14 Tage.

Betreuungszeiten
Die pädagogischen Kräfte arbeiten im Schichtdienst. Bei Anwesenheit der BewohnerInnen sind die Gruppen grundsätzlich mit mindestens einer pädagogischen Fachkraft für beide Kleinwohngruppen besetzt. Aufgrund der familienausgerichteten Konzeption und den damit verbundenen Familienheimfahrten der BewohnerInnen wird am Wochenende und in den Ferien teamübergreifend in den drei Wohngruppen des Lindenhofes zusammen gearbeitet. Die Wochenenden werden durch zwei Fachkräfte abgedeckt. Die Zeit von 22.30 Uhr bis 06.00 Uhr (an Wochenenden und in den Ferien von 23.00 bis 8.00 Uhr) gilt als Nachtbereitschaft. Diese wird von zwei pädagogischen MitarbeiterInnen im Haus gewährleistet und zusätzlich vergütet.

Pädagogisches Gesamtteam:

 

 

 

Team

Team

Team

Kindergruppe

Stationäre

Jugendgruppe

 

Kleinwohngruppen

 

 

stellen:

 

 

2 Nachtbereitschaften pro Nacht von So.-Do.

 

 

Sowie

 

 

2 Wochenenddienste je Fr.+Sa.

 


An den Wochenenden und in den Ferien wird eine ständige Rufbereitschaft für Krisenintervention gewährleistet.

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