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"Mehr helfen!" - Armut

Eine Aktion der Diakonie im Oldenburger Land

Armut ist ... 

Das sagt die Statistik

Im November 2006 teite das teilte das Niedersächsische Landesamt für Statistik in einer Pressemitteilung mit, dass die Armutsquote in Niedersachsen im Jahr 2005 auf 14,9 % der Bevölkerung gestiegen ist. Die Armutsquote lag damit im Lande um 0,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Zugleich stieg die Reichtumsquote um 0,3 Prozentpunkte auf 5,9 % der Bevölkerung an.

Die Berechnung von Armuts- und Reichtumsquoten erfolgt auf Basis von haushaltsbezogenen Einkommensangaben, die im Rahmen des Mikrozensus, einer jährlichen einprozentigen Bevölkerungsstichprobe, ermittelt werden. Als arm gelten diejenigen Personen, deren monatliches Nettoeinkommen weniger als die Hälfte des im Lande üblichen Durchschnitts beträgt. Als reich gelten alle, deren Nettoeinkommen das Doppelte des Durchschnitts übersteigt. Dieses Durchschnittseinkommen lag 2005 bei 1.164 €, woraus sich Schwellenwerte von 582 € für die Armut und 2.328 € für den Reichtum ergeben.

Der Schwellenwert für die Armut von Familien wird anders ermittelt: für die erste Person sind die oben errechneten 582 € anzusetzen. Für die nächste Person im Haushalt werden 80% dieser Summe -also 465,60 €- angesetzt. Für jede weitere Person werden 60% des Schwellenwertes gerechnet. Damit ergibt sich folgende Situation. 

Als arm gelten 

  • Zwei-Personen-Haushalt wie z.B. Alleinerziehende mit einem Kind bei einem Einkommen unter 1.047,60 €
  • Drei-Personen-Haushalt wie z.B. Paar mit einem Kind oder Alleinerziehender mit zwei Kindern bei einem Einkommen unter 1.396,80 €
  • Vier-Personen-Haushalt wie z.B. Eltern mit zwei Kindern bei einem Einkommen unter 1.746 €

(Zum Vergleich: Nach der gleichen Rechenweise müsste die 4-köpfige Familie über ein Nettoeinkommen von über 6.984 € verfügen, um als reich zu gelten.)

Kinderarmut lässt sich ausgehend von der Annahme, dass immer mindestens ein Erwachsener im Haushalt des Kindes lebt, dann annehmen, wenn pro Kind weniger als 349,20 € zur Verfügung stehen. Das Kindergeld in Höhe von 154 € gilt als Einkommen und ist in der Summe von 349,20 € enthalten.

Im zeitlichen Vergleich ergibt sich ein langanhaltender Trend zur sozialen Polarisierung, stellt das Landesamt weiter fest, da seit 1986 - dem ersten Jahr, für das solche Berechnungen vorliegen - sowohl der Anteil der Armen als auch der der Reichen zunimmt.

Armut tritt vor allem dann auf, bestätigt das Landesamt, wenn problematische Familienverhältnisse mit unzureichenden Erwerbseinkommen oder Erwerbslosigkeit zusammenkommen. So lag die Armutsquote im Jahr 2005 in Niedersachsen bei "sonstigen Zweipersonenhaushalten" - darunter fallen vor allem viele Alleinerziehende mit einem Kind - bei 16,7 %. Bei sehr großen Haushalten mit 5 und mehr Personen lag sie sogar bei 33,7 %.

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