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"Mehr helfen!" - Berichte

Eine Aktion der Diakonie im Oldenburger Land

Arm sein heißt: Mehr Gewalt erleben 

Kinder, die in armen Familien leben, erleben häufiger Gewalt. Denn zu wenig Geld zu haben, bedeutet Stress. Wer jede Münze zweimal umdrehen muss, bevor er sie ausgibt, steht unter Druck und ist frustriert. So kommt es, dass in Familien, die von Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe leben, fast doppelt so oft geschlagen wird. Wo das Geld knapp ist, kommt es auch zu Spannungen zwischen Ehepartnern. Und manche Familie bleibt länger zusammen als es gut ist - auch, weil Trennung teuer ist.

Wer mit seinen Kindern in eine andere Wohnung ziehen muss, muss Umzug und Kaution zahlen. Und zwei Haushalte brauchen zwei Waschmaschinen, zwei Kühlschränke, zwei Sofas usw. Der Bittgang zum Sozialamt ist langwierig, kompliziert und das Ergebnis nicht immer zufriedenstellend. Versucht der Partner, eine Trennung mit Gewalt zu verhindern, wissen viele Frauen nicht weiter.

Da lohnt sich der Weg in die offene Beratungsstelle der Diakonie. Wir bieten Beratung in persönlichen Notsituationen und helfen bei Behördengängen. Dauert das zu lang, kann auch ein zinsloses Darlehen helfen. Wenn der Umzug schnell gehen muss, organisieren wir eine Zwischenlösung. Und falls das Sozialamt Notwendiges nicht finanziert, hilft der Familienfonds.

Eine Frau aus Oldenburg ist von ihrem Mann jahrelang geschlagen worden. Ihre zwei Kinder - beide im Grundschulalter - wurden sogar missbraucht. Endlich traut sie sich, um Hilfe zu bitten, und wendet sich an die Diakonie. Wir helfen bei der Wohnungssuche und unterstützen sie bei den Umzugskosten.

Arm sein heißt: Weniger Bildung 

Arme Kinder haben schlechtere Chancen in der Schule. Die Kinder von Arbeitslosen- bzw. Sozialhilfeempfängern gehen nicht mal halb so oft auf das Gymnasium wie ihre Altersgenossen. Dabei sind viele Eltern sehr bemüht, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen.

Die Bitte um Hilfe bei der Anschaffung von Schulbüchern und Schulmaterialien ist eine der häufigsten Bitten, die den Familienfonds erreichen. Denn Schulbücher sind teuer und im Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger ist kein Cent dafür vorgesehen.

Bildung fängt im Kindergarten an. Soziales Lernen im Kindergarten ist wichtig für den späteren Erfolg in der Schule. Wer diesen Entwicklungsschritt verpasst, gilt in vielen Schulen schon in der 1. Klasse als Problemfall. Häufig übernimmt das Sozialamt Kindergartengebühren, meist aber nicht in voller Höhe. Wenn die Eltern es nicht schaffen, den Restbetrag aufzubringen, sind ihre Kinder vom Kindergarten ausgeschlossen. Die Ungleichheit im Bildungssystem beginnt dann nicht erst mit elf, sondern schon im Kleinkindalter mit vier Jahren.

In solchen Fällen hilft der Familienfonds der Diakonie. Denn Bildung und Teilnahme am Schulleben muss allen offen stehen - nicht nur denjenigen, die es sich leisten können.

Eine Familie aus Vechta ist stolz, dass ihre drei Kinder das Gymnasium besuchen. Als für das neue Schuljahr spezielle Taschenrechner zum Preis von 90 € notwendig werden, gibt es ein Problem. Vor zwei Wochen war die Waschmaschine kaputt, auch das alte Auto müsste eigentlich dringend repariert werden. Geld für drei Taschenrechner ist einfach nicht da. Bis der Familienfonds der Diakonie hilft.

Arm sein heißt: Lieber gesund bleiben 

Es gibt Krankheiten, die teuer werden können. Wer z.B. unter Diabetes oder bestimmten Allergien leidet, benötigt spezielle Lebensmittel. Zuschüsse für besondere Diäten können vom Sozialamt bewilligt werden, reichen meist aber nicht aus. Folge: die Diät wird nicht konsequent eingehalten. Die Gesundheit leidet, weil das Geld fehlt.

Viele Familien wenden sich auch an die Diakonie, weil sie die Fahrtkosten zu Untersuchungen oder Therapien nicht zahlen können. Es ist gut, dass bei seltenen und schweren Krankheiten an Spezialkliniken überwiesen wird. Schlecht ist, dass die Fahrtkosten zu ambulanten Untersuchungen aber von keinem Kostenträger gezahlt werden. So kommt es, dass Betroffene Termine verschieben oder ganz abgesagen. Dabei ist es oft wichtig, dass Krankheiten rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden.

Wir meinen, dass Gesundheitsfürsorge für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein soll - egal, ob reich oder arm. Und dafür setzen wir unseren Familienfonds ein.

Das jüngste Kind einer Familie aus der Wesermarsch leidet seit kurzem an starker Neurodermitis. Das dreijährige Mädchen streng Diät halten. Die meisten Süßigkeiten sind tabu. Auch die Kleidung muss der Hauterkrankung angepasst werden. Die Kleine muss praktisch komplett neu eingekleidet werden. Das Sozialamt hilft etwas. Der Familienfonds der Diakonie hilft mehr.

Kontakt
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