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„Man kann aus reinem Mitgefühl das ethisch wie pflegerisch Falsche tun“

Ulrich Körtner sprach beim Abend der Begegnung über den Einfluss des christlichen Menschenbilds auf die Pflegepraxis

Oldenburg, 12.4.2018 - Würde, Respekt und Mitgefühl. Über diese drei grundlegenden Begriffe in der Pflege sprach der österreichische Univ.-Prof. Ulrich Körtner vor mehr als 180 Gästen aus Kirche, Wirtschaft, Verwaltung und sozialer Arbeit beim 33. Abend der Begegnung. In Körtners Vortrag ging es um den Einfluss des christlichen Menschenbilds auf die Pflegepraxis. „Welche Sichtweise leitet den Umgang der Pflege und der Medizin mit Krankheit, Leiden und Behinderung, von Altern, Sterben und Tod?“ Diese Frage stellte Körtner in seinem Vortrag. Richtet sich der Blick auf die Defizite oder auf die vorhandenen Ressourcen?

Körtner machte deutlich, im Pflegealltag gibt es immer ein Spannungsverhältnis zwischen Würde, Respekt und Mitgefühl, die er noch um Fürsorge und Gerechtigkeit ergänzte: „Man kann aus reinem Mitgefühl das ethisch wie pflegerisch Falsche tun.“  Genauso kann der Respekt vor der Würde und der Autonomie des Patienten in Konflikt mit dem Gebot zur Fürsorge treten. Um mit diesen Spannungen und Ambivalenzen in Pflege und Medizin umzugehen, kann ein christliches Menschenbild einen wichtigen Beitrag leisten, schloss Körtner. Allerdings gibt es nicht das eine christliche Menschenbild. Im Laufe der Geschichte, zwischen den einzelnen Konfession oder sogar nach Personen unterscheiden sich die christlichen Menschenbilder. Und so können die Antworten der Kirchen auf ethische Fragen unterschiedlich ausfallen.

Barmherzigkeit gehört zu allen christlichen Menschenbildern. Und diese stellte Diakonie-Vorstand Thomas Feld in den Mittelpunkt seiner Oldenburger Schlaglichter. Sein Fazit: „Um die Barmherzigkeit der Gesellschaft ist es im Oldenburger Land gut bestellt.“ Das zeige das große ehrenamtliche Engagement in den verschiedensten Bereichen genauso wie die große Spendenbereitschaft. Diese ermöglicht es unter anderem, dass noch in diesem Jahr mit der Errichtung des Gebäudes für das Kurzzeitpflegeprojekt Kiola begonnen werden kann.

In der Arbeit der verschiedenen Einrichtungen setze sich das Diakonische Werk weiter dafür ein, dass Verschiedenheit als Reichtum angesehen werde und nicht zu Ausgrenzung führe, sagte Feld weiter. Dazu passt es auch, dass sich eine Gruppe aus Mitarbeitenden für das Haus der Diakonie in der Kastanienallee auf den Weg gemacht hat, die UN-Behindertenrechtskonvention durch einen Aktionsplan umzusetzen. Dazu soll das Gebäude barrierefrei gestaltet werden, berichtete Diakonie-Vorstand Uwe K. Kollmann. Es geht aber auch um Bewusstseinsbildung. Denn Barrieren entstehen bereits in den Köpfen.

Großes Engagement zeigten die Mitarbeitenden in den diakonischen Einrichtungen auch bei der Bewältigung der Grippewelle, die nicht nur die Bewohner, sondern auch Mitarbeitende traf. „Ich meine heute ist ein Tag, all diesen Männern und Frauen Dank zu sagen auch dafür, dass sie diakonische Arbeit als nach außen hin deutliches kirchliches Wirken damit aufrechterhalten haben“, sagte Kollmann.

Auch Thomas Adomeit, der Vertreter im Bischofsamt, betonte in seiner Begrüßung die enge Verbindung von Kirche und Diakonie. „Gerade in unserer Diakonie übernehmen wir Verantwortung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft und wollen damit Mut machen gegen alle Hoffnungslosigkeit. Wir freuen uns, dass dieser Einsatz in unserer Region wahrgenommen wird und viel Unterstützung bekommt.“ Aufgabe von Kirche und Diakonie sei nicht nur die konkrete Hilfe: „Zu schweigen, wo Not erkennbar ist, kommt nicht in Frage. Hier werden wir uns als Kirche und Diakonie auch immer wieder politisch einmischen, unsere Stimme erheben und auf die Missstände hinweisen.“

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