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Mehr als 1000 Tage Geiselhaft

Bernd Mühlenbeck Gastredner beim Neujahrsempfang des Diakonischen Werkes Delmenhorst / Oldenburg Land

Ganderkesee, 21.01.2019 - Buchautor Bernd Mühlenbeck berichtet beim Neujahrsempfang des Diakonischen Werkes Delmenhorst / Oldenburg Land von seiner Geiselhaft bei den Taliban in Pakistan. Fast drei Jahre war Mühlenbeck in einem drei Quadratmeter kleinen Raum ohne Fenster festgehalten worden. Die Liebe zu seiner Frau, sein Glaube und sein fröhliches Naturell haben ihm geholfen, die Zeit zu überstehen. Erst die Bomben einer amerikanischen Offensive haben ihn an der Rückkehr zweifeln lassen.

Die Rückkehr nach mehr als 1000 Tagen Geiselhaft, das Wiedersehen mit seiner Frau sei einer der emotionalsten Momente in seinem Leben. In der Zeit danach habe sich gezeigt, dass er sich in dieser Zeit verändert habe. "Wir mussten uns wieder zusammenraufen", charakterisiert er die nachfolgende Zeit mit seiner Frau.

Die positive Energie, die Mühlenbeck aus seinem Glauben aktivieren konnte, habe ihm geholfen, unbeschadet aus der Sache herauszukommen. Er habe sogar religiöse Debatten mit seinen Entführern geführt. Wichtig sei die Toleranz gegenüber der Religion der Entführer, berichtet Mühlenbeck. Das habe ihm eine gewisse Anerkennung der Taliban eingetragen.

Als Mitarbeiter der Welthungerhilfe hatte Mühlenbeck kurz vorher an einem sehr realistischen Sicherheitstraining teilgenommen. Das half ihm psychisch Widerstandsfähig zu bleiben. Zu wissen, dass er nichts an der Situation ändern konnte, half ihm sich zu arrangieren. Aus Schicksalsergebenheit wurde die Suche nach Beschäftigung. Mühlenbeck schrieb Tagebuch und spielte Gesellschaftsspiele mit seinen Bewachern. Innere Ruhe und autogenes Training trugen zur Gelassenheit bei. Unter Beschuss, so gesteht Mühlenbeck ein, sei diese Bewältigungsstrategie schwieriger durchzuhalten.

Kreispfarrer Bertram Althausen rief mit der Jahreslosung dazu auf, Frieden zu suchen und im nachzujagen. Damit Frieden geschieht brauche es engagiertes und zielgerichtetes Engagement. Frieden beginne mit dem, was ich sage. Deswegen brauche es Achtsamkeit für Worte und Begriffe. „Wer seine Zunge nicht im Zaum hat, hat sich selbst nicht im Griff.“ Die zunehmende Verrohung der Sprache bereitet Althausen Sorgen.

Delmenhorsts Bürgermeisterin Antje Beilemann und der stellvertretende Landrat des Landkreises Oldenburg, Niels-Christian Heins, dankten den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Diakonie, dass sie da sind, wo es nötig ist. Delmenhorst wird im neuen Jahr 194 weitere Flüchtlinge in Delmenhorst aufnehmen, kündigte Beilemann an.

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