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Jugendhilfe Collstede - Aktuelles

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Thomas Adomeit bringt Schülern der Carlo-Collodi-Schule rotes Lutherquiz mit
19.09.2018

Oberkirchenrat besucht Carlo-Collodi-Schule der Diakonie

Adomeit erlebt selbstbewusste Schüler und Schülerinnen

Linswege, 19. Sept. 2018 - Sonst drängen sich im Schülerladen der Carlo-Collodi-Schule die Mitschüler, um ein Stück selbst gebackene  Pizza zu ergattern. Heute ist Oberkirchenrat Thomas Adomeit zu Besuch. Er will sehen, wie die Carlo-Collodi-Schule ihr Prinzip umsetzt, das jedes Kind eine Chance verdient, sich seinen Platz in der Gesellschaft zu suchen.
 
Die Schule ist ein Übungsfeld, auf dem sich die Kinder und Jugendlichen ausprobieren und lernen können. In Werkstätten und der Schülerfirma erwerben die jungen Menschen Kenntnisse, die fürs Berufsleben wichtig sind. Auch der Jugendwaldeinsatz, von dem die Schüler berichten, gehört dazu.

Die Schüler und Schülerinnen an Entscheidungen zu beteiligen, ist der Carlo-Collodi-Schule besonders wichtig, sagt Schulleiterin Gerlind Bredemeyer. Mit Stolz berichten die Schüler, dass sie in einer Schulversammlung eine Handy-Regelung gefunden haben, der alle zugestimmt haben: Während der Unterrichtszeit herrscht absolutes Handy-Verbot. Weil die Schüler wissen, wie schwer es ist, das Handy unbeachtet zu lassen, wird es morgens zu Beginn des Unterrichts beim Lehrer in einen Karton gelegt. Dort bleibt es bis zum Unterrichtsende. Auf der Rückfahrt mit dem Schulbus kann dann wieder gemailt und gechattet werden. Das war den Schüler und Schülerinnen wichtig, denn sie kommen teils von weit her, um in Linswege oder den anderen Standorten am Unterricht teilzunehmen. 


Eine Klasse der Carlo-Collodi-Schule besteht in der Regel aus acht Schülerinnen oder Schülern. So können die Kinder und Jugendlichen in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung besser gefördert werden. Damit ist die Carlo-Collodi-Schuleals Ersatzschule staatlich anerkannt. Mit Stolz registrieren Schüler, Eltern und Lehrer, dass jedes Jahr viele Schüler mit Abschlüssen an weiterführende Schulen oder Berufsbildungseinrichtungen wechseln. Über 120 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen eins bis zehn erhalten hier eine Chance, die sie bei anderen Schulen nicht hätten. Der Lernstoff gleicht den Anforderungen an anderen Grund-, Haupt- und Realschulen. 

Zum Schluss überreichte Adomeit den Schülern ein Lutherquiz, dass nach dem Vorbild der bei Jugendlichen so beliebten Black Stories gestaltet wurde. Wissensvermittlung kann ja auch Spaß machen.Der Besuch in Linswege ist Teil einer Begegnungsreise durch Einrichtungen der Diakonie. „Ich will hören, welche Themen die Menschen in den diakonischen Einrichtungen beschäftigen“, sagt Thomas Adomeit, der für das Bischofsamt der oldenburgischen Kirche kandidiert. 

Ayleen Henschel und Timo Zieseniß berichten über ihr duales Studium.
02.07.2018

„In der Jugendhilfe bin ich richtig“

Drei Tage Praxis - zwei Tage Theorie: Ayleen Henschel und Timo Zieseniß berichten über ihr Studium soziale Arbeit

Bockhorn/Eggeloge/Wilhelmshaven - Dass sie einmal so viel über das Zugnetz in Deutschland wissen würde, hat Ayleen Henschel nicht geahnt, als sie ihr duales Studium soziale Arbeit bei der Jugendhilfe in Collstede begann. Drei Tage in der Woche arbeitet die 25-Jährige in einer therapeutischen Wohngruppe in Eggeloge für Kinder und Jugendliche mit Asperger Autismus. „Diese Kinder haben eine ganz besondere Art, andere Menschen wahrzunehmen. Empathie fällt ihnen schwer. Dafür haben sie oft großes Spezialwissen in speziellen Bereichen und sind sehr intelligent.“ Bei einem der Bewohner, die zwischen zehn und 17 Jahre alt sind, ist es das Zugnetz in Deutschland, das sein besonders Interesse weckt. Er kennt alle Haltestellen und kann sie in der richtigen Reihenfolge ansagen.

Gemeinsam mit dem Team der Wohngruppe gehört es zu Henschels Aufgaben, die Kinder durch ihren Alltag zu begleiten und ihnen Struktur zu geben. „Eine geregelte Struktur ist für unsere Kinder und Jugendlichen besonders wichtig“, erzählt Henschel. Aber auch sie selbst muss gut organisiert sein, um ihr dreijähriges duales Studium zu absolvieren. Montags und dienstags ist Henschel in den Hörsälen der Berufsakademie Lüneburg anzutreffen. Dort lernt sie die Theorie für den Bachelor soziale Arbeit. Die anderen drei Tage in der Woche sind Arbeitstage. „Und dann muss ich natürlich noch Hausarbeiten schreiben und für die Klausuren lernen.“

Trotz dieser Verdichtung schätzt Henschel den dualen Studiengang, den sie im September 2016 begonnen hat. „Ich kann die Theorie einfach gleich in der Praxis anwenden.“ Das geht auch Timo Zieseniß so. Er hat sein duales Studium im Oktober 2017 begonnen. Die Theorie findet für ihn in Wilhelmshaven statt, an der dort entstehenden Berufsakademie. Anwenden kann er sein Wissen in der mobilen Betreuung der Jugendhilfe Collstede. In der mobilen Betreuung hilft er den jungen Erwachsenen, den Schritt von den betreuten Wohngruppen zur Selbstständigkeit zu gehen. Ob Behördengänge, Finanzen oder Berufsfindung gemeinsam mit seinem Anleiter ist Zieseniß Ansprechpartner für die Jugendlichen bei allen Herausforderungen im Alltag. Und auch im Asyl- und Aufenthaltsrecht muss er sich auskennen. Denn viele der jungen Erwachsenen sind als unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

„Nicht nur das Asylrecht. Das Thema Recht überhaupt ist in der Ausbildung sehr wichtig“, erzählt Zieseniß. Familienrecht und Jugendrecht sind dabei besonders wichtig. „Wir lernen Dinge aus den unterschiedlichsten Bereichen, denn die Arbeit in der Jugendhilfe ist sehr vielfältig“, sagt Henschel. Neben den rechtlichen Grundlagen geht es im Studium um die verschiedenen Handlungsfelder sozialer Arbeit, Psychologie, Pädagogik, Unternehmensformen, Kriminologie und natürlich um die Geschichte der sozialen Arbeit. So wichtig diese Theorie auch ist. Henschel und Zieseniß betonen beide: „Die direkte Verknüpfung mit der Praxis macht das duale Studium so attraktiv.“ Und das nicht nur, weil sie so schon während der Ausbildung Geld verdienen können, sondern weil sie einen besseren Einblick in die Arbeit bekommen. „Ich weiß jetzt, in der Jugendhilfe bin ich richtig“, fasst Henschel es zusammen.

Für Einrichtungsleiter Jan Praßel sind die Erfahrungen mit dem dualen Studium ebenfalls überzeugend. Für diesen Sommer sind die beiden Plätze bereits vergeben. „Über das duale Studium haben wir als Arbeitgeber auch die Möglichkeit, Quereinsteigern eine Chance zu geben“, freut sich Praßel. Das trifft auch bei Henschel und Zieseniß zu, beide hatten zuvor schon eine Ausbildung abgeschlossen. „Die Berufs- und Lebenserfahrung, die sie mitbringen, ist eine Bereicherung für die Kinder und Jugendlichen und die Kollegen“, betont Prassel.

Logo von Radio Jade
17.05.2018

Radio Jade berichtet über Erziehungsstellen

Bockhorn, 09.05.2018 - Das Wohl des Kindes nimmt in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein. Aus diesem Grund gibt es heutzutage verschiedene Anlaufstellen, die sich ausschließlich mit hilfebedürftigen Kindern und Jugendlichen befassen. Die Jugendhilfe Collstede in Bockhorn ist eine davon. Sandra Reinhold von Radio Jade hat sich die Erziehungsstellen der Jugendhilfe Collstede genauer angesehen:

http://www.radio-jade.de/alle-beitraege/2018/05/die-arbeit-der-erziehungsstellen/

Wohngruppenleiter Till Waschek (v.li) erläutert im Kleinen Kreis, wofür die Schloßabendspende in der Jugendhilfe verwendet wird. Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung, Martin Steinbrecher, Diakonie-Vorstand Thomas Feld, AGV-Geschäftsführer Jürgen Lehmann, Klaus Mecking und Einrichtungsleiter Jan Praßel.
16.01.2018

7100 Euro für Jugendliche

Diakonie-Jugendhilfe Collstede gestaltet Außengelände für Butschergruppe

Grabstede, 16. Jan. 2018 - Rund 30.000 Euro hat die Wirtschaftliche Vereinigung der kleine Kreis anlässlich des Schlossabends im Dezember für karitative Zwecke gesammelt. 7.100 Euro haben jetzt Geschäftsführer Jürgen Lehmann und der Vorstand des Kleinen Kreises an die Diakonie-Jugendhilfe Collstede übergeben. Das Geld wird verwendet, um die Außenanlagen der der heilpädagogischen Jungen-Wohngruppe neu zu gestalten. In der von Gruppenleiter Till Waschek liebevoll als Butschergruppe bezeichneten Einrichtung leben zur Zeit sieben Jungen im Alter zwischen 9 und 16 Jahren. Sie brauchen Bewegungsraum und einen Ausgleich zur Schule. Denn die Jungen leben in einer Einrichtung der Jugendhilfe, weil schwierige Lebensumstände zu Hause das erfordern. Oft haben die Eltern um Unterstützung bei der Erziehung gebeten. Manchmal ist der Anstoß, Hilfe zu suchen, von der Schule gekommen. In der heilpädagogischen Jugendgruppe finden die Jungs einen geschützten Raum, in dem sie wachsen und ihre Lebenssituation sortieren können. Der Kontakt zur Herkunftsfamilie wird intensiv gepflegt, berichtet Einrichtungsleiter Jan Praßel. Wenn möglich ziehen die Jungen wieder zu ihren Eltern zurück. Bei den älteren Jugendlichen geht es aber meist um Verselbständigung. Denn mit 18 Jahren läuft die Unterstützung durch die Jugendhilfe aus. Wer bis dahin einen Schulabschluss geschafft und selbständig genug ist, sein Leben in einer eigenen Wohnung zu organisieren, hat gute Perspektiven für die Zukunft, wissen die Pädagogen und Sozialarbeiter der Diakonie.

Anika und Jan Felis mit Hund Bina.
17.07.2017

Hier ist immer etwas los

Das Ehepaar Felis hat als Erziehungsstelle drei Kinder bei sich zuhause aufgenommen

Oldenburger Land, 18.7.2017 - Vom Taschengeld über die Bekleidung bis zu den Hobbys - Was in normalen Familien mit Kindern selbstverständlich ist, darüber müssen Anika und Jan Felis Listen führen und Berichte schreiben. Denn die beiden sind nicht nur Eltern zweier kleiner Mädchen. Als Erziehungsstelle haben sie drei Geschwister bei sich zuhause aufgenommen. „Das heißt familienanaloge Wohnform“, nennt Anika Felis auch die Fachbezeichnung. Das Ehepaar hat bereits langjährige Erfahrung in der Jugendhilfe.

„Viele wissen gar nicht, dass es Erziehungsstellen gibt und was diese Arbeit bedeutet“, berichtet  Jan Felis. „Erziehungsstellen kommen im Gegensatz zu Pflegefamilien immer dann zum Einsatz, wenn besondere pädagogische Betreuung notwendig ist. Gleichzeitig bleibt eine Familiensituation möglich“, erläutert Katrin Gehlich. Sie ist Bereichsleiterin für die Erziehungsstellen in der Jugendhilfe Collstede. Anika und Jan Felis hatten sich für diese diakonische Einrichtung entschieden, als der Entschluss feststand, Erziehungsstelle zu werden. „Die Diakonie war unsere Wahl, weil wir uns hier gut beraten fühlen“, betonen beide. Außerdem loben sie die Unterstützungsangebote. Denn neben der Supervision bekommen sie über die Jugendhilfeeinrichtung auch Unterstützung bei organisatorischen Dingen, wie etwa der Anmeldung an einer Förderschule. Und über das Freizeitpädagogen-Team der Einrichtung werden auch Ferienfreizeiten für die Kinder angeboten. Für beide ist nach den ersten Monaten klar: Die Erziehungsstelle ist genau die richtige Arbeit für sie. Dass es dabei neben dem Lachen und der Freude auch mal Streit und Traurigkeit gibt, wissen beide. „Das ist hier, wie in jeder anderen Familie auch. Und die besondere Aufmerksamkeit, die unserer aufgenommenen Kinder brauchen, geben wir ihnen gerne“, betonen beide.

Anika und Jan Felis haben sich diesen Schritt genau überlegt. „Natürlich ist es etwas Besonderes die Kinder bei sich zuhause aufzunehmen. Aber in der Einrichtung, in der wir vorher gearbeitet haben, hatten wir auch eine Wohnung bei unserer Gruppe. Unsere beiden Mädchen kannten es also schon, immer andere Kinder um sich zu haben.“ Nun füllen die fünf Kinder das Haus der Familie mit Leben. „Hier ist immer etwas los“, freuen sich die beiden. Ob in der Matschküche im Garten, bei schlechtem Wetter im Spielkeller oder vor dem Schneckenaquarium überall sind die Kinder und ihre Freunde anzutreffen. „Das Schneckenaquarium war ein Wunsch der Kinder. Mittlerweile bringen auch Freunde ihre Schnecken vorbei“, berichtet Anika Felis.

Gemeinsam geben die beiden den drei Geschwistern ein neues Zuhause. Dennoch wissen sie: „Diesen Kindern fällt es durch die Erfahrungen, die sie gemacht haben, schwer Bindungen einzugehen. Man muss es aushalten können, dass egal wie viel Liebe man investiert, diese vielleicht nicht zurückkommen wird.“ Doch das sich die Kinder in ihrem neuen Umfeld sehr wohlfühlen zeigen nicht nur die Bilder, die sie für Anika und Jan - so nennen sie die beiden auch - gemalt haben. Gemeinsam haben sich die sieben auch entschieden, noch ein tierisches Familienmitglied aufzunehmen. Und so gehört seit einigen Wochen auch die Mischlingshündin Bina zur Familie.

Auch die Familie um Anika und Jan Felis unterstützt die Arbeit der beiden. „Bei Familienfeiern wird extra gesagt, dass wir natürlich alle eingeladen sind. Wenn meine Eltern zu Besuch kommen, freuen sich alle fünf Kinder sehr“, berichtet Anika Felis. Und wenn sie beim Einkaufen gefragt wird, ob das alle fünf ihre seien, dann sagt sie mit Überzeugung ja.

Die drei Geschwister leben bereits seit Dezember in der Erziehungsstelle. „Wir sind damals zusammen in das Haus eingezogen und konnten so den Neuanfang gemeinsam gestalten“, erzählt Jan Felis. Denn die drei sind die ersten Kinder, die das Ehepaar bei sich aufgenommen hat. „Idealerweise bleiben sie bei uns, bis sie 18 sind. Aber sicher ist das bei Erziehungsstellen nie“, erzählt Anika Felis. Neben der Arbeit mit den Kindern gehören auch Elterntermine, Gerichtstermine und Gespräche mit dem Jugendamt und dem Vormund zur Arbeit dazu.

Insgesamt gibt es in der Jugendhilfe Collstede derzeit 15 Erziehungsstellen, die ein bis drei Kinder aufnehmen können. „In allen Erziehungsstellen zusammen haben wir 30 Plätze“, berichtet Gehlich. Regelmäßig findet in der Gruppe ein professioneller Austausch statt.

Abduhl (v.li.), Ole Martens und Til Waschek beim Einzug in das neue Wohnhaus der Diakonie-Jugendhilfe Collstede.
15.11.2016

Flüchtlinge ziehen in neues Wohnhaus

Diakonie-Jugendhilfe betreut unbegleitete junge Ausländer

Bockhorn, 15. Nov. 2016 - Auf Bitten des Kreises hatte sich die Diakonie zum Bau eines neuen Wohnhauses entschlossen, um unbegleitete minderjährige Ausländer aufnehmen zu können. Abdul (17) aus Syrien war schon bei der Grundsteinlegung des neuen Wohnhauses der Jugendhilfe in Collstede dabei. Jetzt konnte er mit seine Habseligkeiten einziehen. Ruckzuck war der Schrank eingeräumt, Bett bezogen und die kleine Musikanlage zaubert mit arabischer Musik einen Hauch nahöstlicher Stimmung in das sonst noch etwas karge Zimmer im friesischen Bockhorn.

Die meisten anderen Jugendlichen, die auch zur Grundsteinlegung gekommen  waren, sind inzwischen über 18 Jahre alt. Sie nutzen jetzt das Wohnangebot zur Verselbständigung. Der Umfang der Betreuung ist bei ihnen geringer, erläutert Gruppenleiter Ole Martens. Wir sind nicht mehr den ganzen Tag ansprechbar. Auch die eigene Versorgung müssen die jungen Erwachsenen nun mehr und mehr selbst übernehmen.

Abdul hat sich für ein Zimmer in der Wohngruppe mit mehr Betreuung entschieden. Er will mit der Verselbständigung noch etwas warten. Bis er wirklich 18 ist. Die Mitarbeitenden der Jugendhilfe sind für ihn wie für die anderen Jugendlichen so etwas wie Familienersatz. Sie können nicht wie die deutschen Jugendlichen regelmäßig zur Familie nach Hause fahren. Handy, Internet sind die einzige Möglichkeit, Kontakt zur Familie aufzunehmen. Manchmal braucht es dann sogar noch Boten, die die per Internet übermittelte Botschaft bis zur Familie in den unwegsamen Bergen zu tragen.

Die Bedeutung der Jugendhilfe als Familienersatz wird umso wichtiger, als der Nachzug der richtigen Familie durch Gesetze und Verordnungen immer weiter erschwert wird. 

Die jungen Flüchtlinge haben auf ihrer Flucht zwar bereits ein hohes Maß an Eigenständigkeit bewiesen und sind schnell zu jungen Erwachsenen gereift, erzählt Martens. Aber sie freuen sich auch über Geborgenheit in der Einrichtung, den direkten Kontakt zu den Mitarbeitenden und die individuelle Betreuung. Murat hat nach getaner Arbeit erstmal die neue Dusche ausprobiert und kam dann in die große Wohnküche im Zentrum des Hauses. Das wird der Treffpunkt an dem alle zusammenkommen, ist sich Martens sicher. Wenn erst einmal alle 9 Plätze belegt sind. Im Moment kommen nicht mehr so viele Flüchtlinge und Migranten nach Deutschland. Deswegen wird etwa die Hälfte der Plätze an deutsche Jugendliche vergeben.

Nachbarn bringen Richtkrone
26.08.2016

Nachbarn bringen Richtkrone für UMA-Haus

Mit Grillwürstchen und Salatbuffet Baufortschritt gefeiert - Fertigstellung Mitte Oktober

Bockhorn, 26. Aug. 2016 - Den Baufortschritt des Wohnheimes für unbegleitete minderjährige Ausländer feierte jetzt die Diakonie-Jugendhilfe in Bockhorn.  Nachbarn überbrachten die traditionelle Richtkrone, Handwerker sprachen die dabei üblichen Worte und Diakonie-Vorstand Thomas Feld segnete den Bau. Bei dem Fest haben die künftigen Bewohner der Einrichtung Nachbarn kennen gelernt und deutsche Kultur erlebt. Bei der Begehung des weit fortgeschrittenen Rohbaus überlegten die Jugendlichen bereits, wer später in welches Zimmer einziehen kann, berichtet Betreuuer Ole Martens. Die Jugendlichen freuen sich über Platz und Größe ihrer künftigen Wohnung. Träger Diakonie-Jugendhilfe Collstede hatte Nachbarn, Mitarbeitende, Vertreter des Kirchenkreises in das gegenüber liegende Verwaltungsgebäude eingeladen, zusammen zu sitzen und zu feiern. Vor dem Haus bollerte der Grill. Nur zwei Details unterschieden das Fest von anderen Richtfeiern: Es gab Würstchen mit Hühnerfleisch und das Bier war alkoholfrei.

Abschluss an der Carlo-Collodi-Schule der Diakonie-Jugendhilfe
17.06.2016

Abschluss an der Carlo-Collodi-Schule

Schüler stolz auf Zeugnisse

Bockhorn/Linswege, 20. Juni 2016 - "Jedes Kind verdient die Chance, sich seinen Platz in der Gesellschaft zu suchen“, ist das Credo des Namensgebers der Carlo-Collodi-Schule (CCS) in Linswege. Darüber, dass das so gut gelingt, freut sich Schulleiterin Gerlind Bredemeyer besonders. Auch die Schüler der CCS sind mächtig stolz auf ihre Leistung: Sie haben sich extra Sweat-Shirts anfertigen lassen mit der Aufschrift Abschluss CCS 2016. Viele sind mit dem blauen Shirt sogar zur Aushändigung der Zeugnisse in Linswege erschienen. Etwa 120 Angehörige, Freunde, Lehrer und pädagogische Mitarbeitende waren zur feierlichen Abschlussveranstaltung in die Schule Jugendhilfe Collstede nach Linswege gekommen. Träger der Jugendhilfe Collstede ist das Diakonische Werk Oldenburg.

Die Leistungen der Schüler sind besonders anzuerkennen. Denn alle Schüler haben nach Linswege gewechselt, weil sie auf anderen Schulen nicht zurecht kamen. Die sozial-emotionalen Entwicklungsprobleme waren dabei bei jedem Schüler anders. Jetzt wird jeder dritte der 32 Abschlussschüler weiter zur Schule gehen, um den nächsten Abschluss zu erreichen. Einige können mit ihrem Zeugnis sogar an eine gymnasiale Oberstufe wechseln. Sechs Schüler beginnen jetzt eine Berufsausbildung, die anderen wechseln an berufsbildende Einrichtungen.

Einrichtungsleiter Jan Prassel (v.li.), Jugendamtsleiter Olaf Meyer-Helfers, Diakonie-Vorstand Thomas Feld und Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen betrachten die Baustelle für eine Wohngruppe für junge unbegleitete Ausländer
16.06.2016

Diakonie baut für junge Flüchtlinge

Jugendhilfe Einrichtung nimmt weitere unbegleitete Ausländer auf

Bockhorn, 16. Juni 2016 - In einer Informationsveranstaltung für die Nachbarn stellten jetzt Diakonie-Vorstand Thomas Feld und Einrichtungsleiter Jan Prassel die Pläne für eine neue Wohngruppe für junge unbegleitete Ausländer vor. Kreis-Jugendamtsleiter Olaf Meyer-Helfers dankte der Diakonie für die Bereitschaft, weitere Jugendliche in der Jugendhilfe-Einrichtung aufzunehmen. Gebaut werden Zimmer und Gemeinschaftsräume für 9 Jugendliche und ihre Erzieher. Auch eine Kleinstwohnung zur Verselbständigung ist angegliedert. Damit beim Erreichen der Volljährigkeit der Übergang vom betreuten Wohnen in einen eigenen Hausstand sanft gestaltet werden kann.

Die unbegleiteten Ausländer haben Fluchtgeschichten zwischen drei Wochen und mehreren Jahren, berichtet Meyer-Helfers. Sofern sie noch Eltern haben, sind diese in der Herkunftsregion zurückgeblieben. In Deutschland haben die unter 18jährigen das Recht auf Betreuung und Erziehung. „Die jungen Männer saugen alle Informationen und Eindrücke begierig auf,“ berichtet Sozialpädagoge Ole Martens. Er betreut bereits eine Gruppe junger Männer in der Grabsteder Straße in Bockhorn. „Zur Zeit ist den Jungs Deutsch lernen und Fußball ganz besonders wichtig.“

Zusammen mit Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen überlegten die Nachbarn, wie den Jugendlichen ein guter Empfang zu bereiten ist: Bei einem Richtfest, so die einhellige Meinung, könne man sich schon mal gegenseitig kennenlernen. Auch nach dem Einzug der unbegleiteten jungen Ausländer sei man an gut nachbarlichen Kontakten interessiert. „Sollte sich zwischen einzelnen Jugendlichen und bestimmten Nachbarn ein besonders gutes Vertrauensverhältnis entwickeln, könne man auch über die Übernahme einer Vormundschaft nachdenken,“ sagte Meyer-Helfers. Denn Minderjährige brauchen für vieles die Unterschrift der Eltern oder eines Vormunds.

Statt von Erziehung der jungen Flüchtlinge sprechen die Erzieher der Diakonie-Jugendhilfe eher von „kultureller Bildung.“ Wir helfen den Jugendlichen, die Lebensgewohnheiten in Deutschland kennen zu lernen, erläutert Prassel. So wie andere Jugendliche sind sie in einer Phase, in der sie ihren Platz im Leben suchen.

07.01.2016

Flüchtlinge: Was zählt, ist ein sicheres Leben

Junge Ausländer lernen in Bockhorn einen neuen Alltag kennen

Bockhorn, 07.01.2016 - Sandra Binkenstein berichtet über unbegleitete Jugendliche aus Syrien und Gambia, die in eine Wohngruppe der Jugendhilfe Collstede aufgenommen worden sind. http://www.nwzonline.de/friesland/wirtschaft/was-zaehlt-ist-ein-sicheres-leben_a_6,0,2596154532.html

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