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Hauke Holm, Leiter der Fachstelle Sucht (2.v. links), freute sich, dass Sabine Lottermoser (von links), Simon Richarz und Susanne Funke als Referenten zum Thementag ins Kreishaus nach Westerstede gekommen waren. Foto: Kerstin Kempermann
Hauke Holm, Leiter der Fachstelle Sucht (2.v. links), freute sich, dass Sabine Lottermoser (von links), Simon Richarz und Susanne Funke als Referenten zum Thementag ins Kreishaus nach Westerstede gekommen waren. Foto: Kerstin Kempermann

Ursache der Sucht oft Traumafolgestörung

Thementag zum 30-jährigen Bestehen Diakonie-Fachstelle Sucht

Westerstede, 27.9.2018 - Seit vielen Jahren orientiert sich die Suchtbehandlung mehr und mehr an den Ursachen der Suchterkrankung. Bei vielen Patienten - aber nicht bei allen - ist die Sucht die Folge einer Traumafolgestörung. Das machte Sabine Lottermoser in ihrem Vortrag beim Thementag Sucht im Kreishaus Westerstede deutlich. Der Fachtag war die abschließende Veranstaltung zum 30-jährigen Bestehen der Fachstelle Sucht im Ammerland.

Lottermoser ist leitende Fachärztin der Fachklinik St. Vitus in Visbek. In ihrem lebendigen Vortrag zeigte sie, wie Menschen nach einem Trauma in eine Sucht geraten können. „Das Trauma selbst kann sehr unterschiedlich sein“, sagte Lottermoser. Die Sucht helfe den Patienten, die Symptome der Traumafolgestörung zu mildern. „In der Therapie müssen wir also die Traumafolgestörung und die Sucht behandeln. Das sind zwei Erkrankungen“, betonte Lottermoser. Und für beides brauche es ausreichend Zeit, damit die Menschen nach der Behandlung abstinent leben können. „Deshalb müssen wir auch mit solchen Veranstaltungen darauf aufmerksam machen, dass wir für die Therapie genügend Zeit bekommen müssen“, sagt Lottermoser.

Im zweiten Vortrag des Thementages standen die Besonderheiten und Herausforderungen bei Suchterkrankungen von Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt. Susanne Funke und Simon Richarz, beide Mitarbeitenden der Fachklinik Oldenburger Land in Neerstedt, berichteten aus ihrer Arbeit. „Hauptschwerpunkt bei uns ist die Arbeitstherapie“, sagte Funke. In der Kunsttherapie, bei der Arbeit in den Werkstätten und Gewächshäusern und in der Küche erreichen die Patienten Erfolgserlebnisse, die Ihnen helfen zu einem suchtfreien Leben zu kommen. Richarz ergänzt: „Wir arbeiten viel mit einfacher Sprache und non verbalen Methoden.“

Hauke Holm, Leiter der Fachstelle Sucht im Ammerland, freute sich, dass über 40 Interessierte zum abschließenden Fachtag gekommen waren. „Mit den drei Veranstaltungen ist es uns gelungen, die Bedeutung der Suchtkrankenhilfe deutlich zu machen“, sagte Holm. Beim offiziellen Empfang am vergangenen Freitag hatte der Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre im Mittelpunkt gestanden. Beim Sommerfest am Sonnabend hatten die Selbsthilfegruppen, aktuelle und ehemalige Patienten die Gelegenheit zum Austausch und zum Feiern.

Mehr zur Fachstelle Sucht der Diakonie im Ammerland: www.suchtberatung-ammerland.de

Presseinformationen:
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