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Beratung bei problematischem Medienkonsum

Fachstelle Sucht beteiligt sich an Projekt re:set

Oldenburg, 06.06.2018 - Internet, PC und Smartphone sind längst fester Bestandteil des modernen Lebens geworden. Im privaten Bereich kommen die verschiedenen Spielkonsolen hinzu. Die elektronischen Geräte erweitern unsere Kommunikations- und Konsummöglichkeiten. Je mehr wir im Netz surfen, einkaufen oder in virtuellen Spielewelten vergnügen, desto mehr geht es auch darum, was ist das richtige Maß.

Die Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) stellt die Risiken fest: „Ein kleiner, aber insgesamt anwachsender Teil von Nutzern steht in der Gefahr, sich in den medialen und virtuellen Welten zu verlieren. Dies kann bis zur Abhängigkeit vom Internet oder einzelnen seiner Angebotsformen wie Computerspielen oder Onlineshoppen führen. Auch die Nutzung sozialer Medien kann so intensiv sein, dass die Kontrolle über das eigene Nutzungsverhalten verloren geht.“ Aktuelle Erhebungen zeigen, dass etwa 2 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland internetabhängig sind. Besonders betroffen sind Jugendliche. Unter ihnen gelten etwa 5 Prozent als abhängig, also etwa ein Kind pro Schulklasse.

Unter dem Titel „re:set“ fördert das Land Niedersachsen den Aufbau von Angeboten zur Beratung und Hilfe bei Mediensucht oder Mediensuchtgefährdung. Die Diakonie-Fachstelle Sucht in Oldenburg ist daran beteiligt. Sandra Freese bietet Sprechstunden für Jugendliche und an Erwachsene, die Probleme im Umgang mit Medien haben. Sie unterstützt Ratsuchende dabei, einen verantwortungsbewußten Umgang mit Onlinemedien zu erlernen und das eigene Nutzungsverhalten zu überprüfen. Falls nötig kann Freese die exzessiven Medienkonsumenten an weiterführende Hilfeangebote vermitteln.

Da es bisher noch wenig Informationen und Daten zu der neuen Problemstellung gibt, soll das Beratungs- und Hilfeangebot der Fachstelle auch Klarheit über das Ausmaß des Nutzungsverhaltens der Betroffenen bringen. Falls notwendig erarbeiten die Berater gemeinsam mit den Betroffenen und gegebenenfalls mit Angehörigen eine Problemlösung. Deswegen wird die Arbeit der re:set-Berater von Prof. Astrid Müller von der Medizinische Hochschule Hannover  wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse sollen in ein Handbuch einfließen, mit dem weitere qualifizierte Beratungsangebote aufgebaut werden können. Die Koordination liegt bei der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS).

Weitere Infos unter:

 

Diakonisches Werk Oldenburg 

Fachstelle Sucht

Ofener Str.20
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 36 15 59 60


Sandra Freese
Sozialtherapeutin Sucht (GVS)

E-Mail: sandra.freese@diakonie-ol.de
Web: www.suchtberatung-oldenburg.de

Sprechstunde Mediensucht
Montag 15.30 - 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

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