Im Jubiläumsinterview erzählt Benjamin von Bylandt über besondere Erinnerungen, ungewöhnliche Aufgaben und den Rat, den er seinem jüngeren Ich heute geben würde.
Wenn Du an Deinen ersten Arbeitstag vor 20 Jahren zurückdenkst: Woran erinnerst Du Dich noch besonders gut?
Mir ist besonders der freundliche Empfang durch Gerold Wilken, Leiter der damaligen Druckerei des Diakonischen Werkes, in Erinnerung geblieben. Gleichzeitig hat mich die Komplexität und Vielfältigkeit des Diakonischen Werkes beeindruckt – es warteten so viele verschiedene Bereiche und Aufgaben darauf kennengelernt zu werden.
Was hat sich in den vergangenen 20 Jahren bei uns am stärksten verändert – und was ist vielleicht überraschend gleichgeblieben?
Es hat sich in den vergangenen 20 Jahren vieles weiterentwickelt – neue Aufgaben, neue Kolleginnen und Kollegen und viele Veränderungen im Arbeitsalltag. Überraschend gleich geblieben ist für mich allerdings die Struktur. Da hätte ich mir im Laufe der Zeit manchmal etwas mehr Veränderung gewünscht.
Du bist am Empfang tätig, hilfst aber eigentlich überall, wo Unterstützung gebraucht wird: Was war die ungewöhnlichste oder überraschendste Aufgabe, bei der Du jemals eingesprungen bist?
Ich habe mal einer Frau beim Umzug von Oldenburg nach Berlin geholfen – morgens gings mit Sack und Pack los, und abends war ich dann schon wieder in Oldenburg. Das war definitiv kein typischer Arbeitstag, eher ein kleiner Abenteuertrip. Genau solche unerwarteten Einsätze machen meinen Arbeitsalltag bis heute so abwechslungsreich.
Gibt es eine Begegnung oder ein Erlebnis aus den vergangenen 20 Jahren, an das Du besonders gerne zurückdenkst?
Da gibt es tatsächlich einige. In 20 Jahren erlebt man einfach eine Menge. Deshalb kann ich kein Erlebnis nennen, das besonders heraussticht.
Was gefällt Dir an Deiner Arbeit und am Kontakt mit den Menschen besonders?
Besonders schätze ich die Vielfältigkeit meiner Arbeit. Kein Tag ist wie der andere und immer wieder ergeben sich neue Aufgaben und Begegnungen. Gerade der Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen macht die Arbeit für mich so abwechslungsreich und spannend.
Wenn Du Deine 20 Jahre bei uns in drei Worten zusammenfassen müsstest – welche wären das?
Sehr umfangreich, abwechslungsreich und manchmal auch speziell.
Wenn Du Deinem „Ich“ vom ersten Arbeitstag einen Rat geben könntest – welcher wäre das?
Mein Rat an mein Ich vom ersten Arbeitstag wäre ganz klar: „Sag nicht zu allem Ja!“ Mit den Jahren lernt man, dass man auch Grenzen setzen darf.

