Kinderschutz braucht verlässliche Finanzierung

Erstellt von Sabine Müller |

Ministerpräsident Olaf Lies besucht Kinderschutzzentren in Oldenburg

Oldenburg, 12. Februar 2026 - Ministerpräsident Olaf Lies hat am Freitag, 6. Februar, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Ulf Prange das Kinderschutzzentrum Oldenburg besucht und dort die Leitungen der sechs landesgeförderten niedersächsischen Kinderschutzzentren getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Information über die Arbeit der Kinderschutzzentren sowie die zukünftige Finanzierung der Einrichtungen angesichts stetig steigender fachlicher und personeller Anforderungen im Kinderschutz.

 Kinderschutzzentren sind zentrale Anlaufstellen, wenn Kinder körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt, Vernachlässigung oder häusliche Gewalt erleben. Sie beraten Kinder, Jugendliche und Familien und unterstützen zugleich Fachkräfte durch Fortbildungen, Fallberatungen und Präventionsangebote.

 Die Bedeutung dieser Arbeit wird auch an den Zahlen deutlich: Während sich Neuanmeldungen und Fortbildungstage in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt haben, blieb eine entsprechende Anpassung der Fördermittel aus.

„Wer Kinderschutz vernachlässigt, belastet unsere gesellschaftliche Zukunft schwer“, betonte Mareike van ’t Zet, Leitung des Kinderschutzzentrums Oldenburg. Frühzeitige Beratung und Prävention könnten helfen, Gewalt zu erkennen, Familien zu unterstützen und Inobhutnahmen zu vermeiden.

 Bei einem Rundgang durch das Haus erhielt der Ministerpräsident Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche der Einrichtung. Lies dankte den Mitarbeitenden für ihr Engagement und unterstrich die Bedeutung starker Strukturen im Kinderschutz. Für 2026 ist ein neues niedersächsisches Kinderschutzgesetz geplant, in dem die Kinderschutzzentren besonders berücksichtigt werden sollen. Ziel ist es, landesweit verlässliche und spezialisierte Angebote vorzuhalten.

 Zum Abschluss des Besuchs überreichten die Vertreterinnen und Vertreter der niedersächsischen Kinderschutzzentren dem Ministerpräsidenten eine Tasche mit dem Aufdruck „Unterwegs für den Kinderschutz“ sowie Informationsmaterial zu ihren Angeboten.

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