LzO unterstützt Schuldnerberatung des Diakonischen Werks Vechta mit 8.258,50 Euro

Erstellt von Sabine Müller |

Digitale Plattform KonBeO erleichtert Ratsuchenden den Zugang zu wichtigen Bescheinigungen

Vechta, 22.10.2026 - Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) unterstützt auch in diesem Jahr die soziale Schuldnerberatung des Diakonischen Werks Vechta mit einer Förderung in Höhe von 8.258,50 Euro. Die Mittel stammen aus der Lotterie „Sparen+Gewinnen“. Grundlage ist eine langjährige Vereinbarung zwischen dem Sparkassenverband Niedersachsen und dem Land Niedersachsen.

„Es bedeutet uns sehr viel, soziale Einrichtungen und Vereine in unserer Region zu unterstützen“, betonte Ingo Ruhe, Direktor Privatkunden der LzO in der Stadt Vechta, bei der offiziellen Übergabe der Förderung an Martina Fisser, Geschäftsleitung des Diakonischen Werks Vechta, sowie an Angela Müller und Andrea Tegenkamp, beide Schuldnerberaterinnen beim Diakonischen Werk Vechta. „Daher freuen wir uns, dass wir unsere Förderungen für die sozialen Schuldnerberatungsstellen auch in diesem Jahr fortführen und damit einen Teil zur Erfüllung dieser verantwortungsvollen Arbeit beitragen können.“

Möglich macht die Zuwendung die Lotterie „Sparen+Gewinnen“. Kundinnen und Kunden der LzO können Lose für jeweils fünf Euro erwerben. Vier Euro werden angespart, ein Euro ist der Lotterieeinsatz. „Insgesamt kommen so jährlich rund 500.000 Euro sozialen, kulturellen, sportlichen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Vereinen in der Region zugute“, berichtet Ingo Ruhe.

Digitale Plattform erleichtert die Schuldnerberatung

Bei der Spendenübergabe wurde auch über die Online-Plattform KonBeO (Konto-Bescheinigung Online) gesprochen, die das Diakonische Werk Vechta seit Juni nach Prüfung durch den Vorstand und den Datenschutzbeauftragten einsetzt.

Die von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen entwickelte Plattform ermöglicht es Ratsuchenden, eine Bescheinigung für ihr Pfändungsschutzkonto (P-Konto) digital zu beantragen. Diese kann erforderlich sein, um beispielsweise bei Unterhaltspflichten oder bestimmten Sozialleistungen einen höheren Pfändungsfreibetrag zu erhalten.

Die Antragstellung erfolgt über einen digitalen Fragebogen, der die Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch das Verfahren führt. Das Ausfüllen dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten. Dabei wird angezeigt, welche Unterlagen benötigt werden. Sollten dennoch Nachweise fehlen, können diese direkt über die Plattform angefordert und online nachgereicht werden. Dadurch lassen sich zusätzliche Wege und persönliche Termine häufig vermeiden.

Nach Prüfung der Unterlagen durch die Schuldnerberaterinnen kann die Bescheinigung digital bereitgestellt, persönlich abgeholt oder per Post zugeschickt werden. Gerade bei drohenden Kontopfändungen ist dies von Vorteil, da Betroffene häufig unter erheblichem Zeitdruck stehen.

Auch für Menschen mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen kann die digitale Antragstellung eine Erleichterung darstellen. Sie können den Fragebogen in ihrem eigenen Tempo ausfüllen und bei Bedarf digitale Übersetzungshilfen nutzen. Nach den bisherigen Erfahrungen der Schuldnerberaterinnen Angela Müller und Andrea Tegenkamp kommen die Ratsuchenden mit der schrittweisen Antragstellung gut zurecht. Größere Schwierigkeiten beim Ausfüllen sind bislang nicht bekannt.

Die Plattform trägt dazu bei, die Schuldnerberatung angesichts der Vielzahl an Anfragen zu entlasten. Gleichzeitig bleibt mehr Zeit für Ratsuchende, die eine intensive persönliche Beratung benötigen.

Fortführung des Angebots noch ungewiss

Die Finanzierung von KonBeO ist derzeit nur bis Ende des Jahres gesichert. Aus Sicht des Diakonischen Werks Vechta wäre eine Fortführung des Angebots wünschenswert, da die Plattform sowohl für Ratsuchende als auch für die Beratungsstelle eine erhebliche Zeitersparnis ermöglicht und den Zugang zu wichtigen Bescheinigungen erleichtert.

Weitere Informationen zur Plattform gibt es unter www.konbeo.nrw.

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