Verlässliche Solidarität mit Menschen in Not

Erstellt von Sabine Müller |

Diakonie Katastrophenhilfe veröffentlicht Jahresbilanz 2025

Oldenburg - 16. Juli 2026 - Die Diakonie Katastrophenhilfe erhielt 2025 fast 30 Millionen Euro an Spenden und erzielte damit in etwa das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr. Dieses stabile Spendenergebnis kommt zu einer Zeit, in der die öffentlichen Mittel für humanitäre Hilfe deutlich gesunken sind.

Aus dem Oldenburger Land hat die Diakonie Katastrophenhilfe 222.833 € an Spendengeldern erhalten. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Spender*innen aus der Region. Die große Unterstützung ist in Krisenzeiten ein starkes Signal der internationalen Solidarität mit Menschen, die durch Kriege, Erdbeben oder andere Katastrophen in Not geraten sind“, sagt Mario Behrends, Kaufmännischer Vorstand der Diakonie im Oldenburger Land.

Für das verheerende Erdbeben in Myanmar, wo zugleich ein Bürgerkrieg herrscht, spendeten die Menschen in Deutschland rund 3,6 Millionen Euro. Für Hilfsprojekte in der Ukraine gingen 2,2 Millionen Euro ein, gefolgt von Sudan mit 1,4 Millionen Euro.
Wir erleben aktuell am Beispiel von Venezuela, wie schnell die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner helfen. Sie verteilen Wasserfilter, Zelte und Decken, und sie bieten medizinische Dienste an. Diese unmittelbare Hilfe verbindet die Menschen mit dem evangelischen Hilfswerk Diakonie Katastrophenhilfe und stärkt Vertrauen. Das zeigt sich in der verlässlichen Anteilnahme vieler Spenderinnen und Spender“, sagt Marius Blümel, Referent Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe.
Im Unterschied zu den Spenden blieben die öffentlichen Mittel 2025 deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts an die Diakonie Katastrophenhilfe haben sich mit 9,8 Millionen Euro fast halbiert. Noch stärker fiel der Rückgang beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus, das 2,2 Millionen Euro bereitstellte. Einen Zuwachs verzeichnete das Hilfswerk hingegen seitens der Europäischen Union. Insgesamt haben sich die gesamten öffentlichen Mittel um rund ein Drittel reduziert und lagen 2025 bei 18 Millionen Euro.

Die Projektausgaben beliefen sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 59,6 Millionen Euro. 9,2 Millionen Euro wurden in Syrien und der Türkei eingesetzt, um die Folgen des Kriegs und der Erdbeben von 2023 zu überwinden. In Deutschland wurden 6,5 Millionen Euro im Rahmen der Hochwasserhilfe und der angeschlossenen Präventionsarbeit bereitgestellt. Die Angriffe Russlands auf die Ukraine mit Drohnen und Raketen hielten auch im vierten Kriegsjahr unvermindert an. Insgesamt flossen 4,5 Millionen Euro an Projektausgaben in die Ukraine, um Menschen weiterhin aus Kriegsgebieten zu evakuieren, Notunterkünfte zu unterstützen oder alleinstehende Mütter und Kinder zu begleiten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet. Sie ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Hilfe wird unabhängig von politischer Einstellung, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und Nationalität geleistet. Dabei achtet das Hilfswerk auf strikte Neutralität und ist in seinen Entscheidungen unabhängig.

 

 

 

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