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Diakonieladen bekommt neues Zuhause

Erstellt von Kerstin Kempermann |

Bauantrag für Anbau am Diakoniebüro soll noch in diesem Jahr gestellt werden

Cloppenburg, 29.10.2019 – Der Diakonieladen auf dem Gelände des Schwedenheims hat eine lange Tradition. Durch den geplanten Abriss des roten Hauses der Ev. Kirchengemeinde Cloppenburg musste für den Diakonieladen nun ein neues Zuhause gefunden werden. „Wir werden dafür einen Anbau ans Diakoniebüro Cloppenburg machen“, informiert Martina Fisser, Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes Oldenburger Münsterland.

 

Der Bauantrag für den Anbau soll noch in diesem Jahr an die Stadt Cloppenburg gestellt werden. Bauherr ist das Diakonische Werk der Ev.Luth. Kirche in Oldenburg, das sich mit 20.000 Euro aus Konzessionsmitteln an den Kosten für den Bau beteiligt. Insgesamt sind 150.000 Euro für den Bau eingeplant. 40.000 Euro kommen von der ev.-luth. Kirchengemeinde Cloppenburg und 40.000 Euro bringt das Kreisdiakonische Werk aus einer Rücklage für Baumaßnahmen ein. 50.000 Euro werden finanziert.

 

„Der Umzug des Diakonieladens ist notwendig, da das Rote Haus in einem baulichen Zustand ist, der eine Sanierung im Bestand wirtschaftlich unvertretbar macht. Deshalb soll das Rote Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden“, informiert Pfarrer Wolfgang Kürschner. Durch die nun getroffene Entscheidung könne die lange Tradition der Zusammenarbeit der evangelischen Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk auf dem Schwedenheimgelände in Cloppenburg fortgesetzt werden.

 

 „Wir freuen uns sehr über diese Lösung und werden unser Konzept gemeinsam mit den Ehrenamtlichen der neuen Situation anpassen“, sagt Fisser. Es wird weiterhin gespendete Bekleidung angenommen und gegen einen sehr kleinen finanziellen Beitrag an alle Personen weitergegeben. Der Diakonieladen ist für die Arbeit der Diakonie sehr wichtig, da aus den Einnahmen aus dem Laden die Mittel für die offenen Hilfen erwirtschaftet werden. „Dadurch können wir in Notlagen schnell und unkonventionell helfen“, betont Fisser.

 

Derzeit sind vier Ehrenamtliche im Laden aktiv. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir noch weitere Ehrenamtliche für den Laden gewinnen könnten“, sagt Fisser. Der Diakonieladen ist dienstags von 10 bis 12 und donnerstags von 15 bis 17 Uhr ist geöffnet. Spenden können in diesen Zeiten oder in den Büro-Zeiten des Diakonischen Werkes abgegeben werden.

 

Hintergrund: Das Schwedenheim Cloppenburg wurde 1948 von der schwedischen Hilfsorganisation Innereuropäische Mission (heute: Individuelle Menschenhilfe) gegründet, um dort die Bedürftigen - schwerpunktmäßig Geflüchtete und Vertriebene - nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu unterstützen. Nachdem diese Arbeit nicht mehr nötig war, übernahm das Diakonische Werk das Gelände und gab es seinerseits 1980 an die Kirchengemeinde ab. Vom ursprünglichen Gebäudekomplex des Schwedenheims behielt das Diakonische Werk nur die Kleiderkammer, heute Diakonieladen, im Roten Haus in dem sie auch an den Ursprungsgedanken des Schwedenheims anknüpft.

 

 

 

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